Einen turbulenten Start erlebten die Zuschauer beim achten Wertungslauf zum ADAC GT Masters. Peter Kox und Christophe Bouchut beschleunigten parallel Richtung Turn 1 und bogen auch genau so in die erste Linkskurve ein.
Da für die Folgekurve nur Platz für einen der beiden Lamborghini Piloten blieb, kollidierten Kox und Bouchut. Als Folge landete der weiße ALL-INKL.COM Racing Gallardo im Kies und das Rennen war für Bouchut mit defektem Rad früh vorbei. Kox behielt die Führung vor Jos Menten und Jan Lammers. Jan Seyffarth hatte Teamkollege Schmickler nachgeeifert und hatte wie dieser am Vortag nun einen Raketenstart fabriziert. Bis auf Platz Vier führte Seyffarth die ersten Meter, dann bekam er im Trubel der ersten Kurve einen Schlag auf das Heck und musste durch den Kies. Dabei verlor der #2 Porsche 997 Cup seinen Transponder, was später immer wieder für Verwirrung auf den Zeitnahmemonitoren führte. Kurzfristig zurück gereicht wurde Wolfgang Kaufmann, der sich im Ausweichverkehr in Turn 1 zurückhielt. Durch den Kiesausflug von Seyffarth kam Kaufmann wieder auf Rang Vier nach vorne und jagte Lammers hinterher. An der Spitze hielt sich Kox vor Menten, Lammers, Kaufmann, Gabellini, Hohenadel und Erik Zwart im Ascari. Bereits in der zweiten Runde rollte Gabellini mit Kühlerschaden aus und auch Jan Lammers stellte den #53 Lamborghini früh am Streckenrand ab. Peter Kox bekam als Folge der Kollision mit Bouchut eine Durchfahrtsstrafe durch die Rennleitung, die der Niederländer allerdings erst sehr spät antrat. Zwei Plätze sollte Kox durch die Strafe verlieren.
Während sich das Vorderfeld an der Spitze schnell auseinander zog, bot das vordere Mittelfeld Spannung vor. Stephanie Boden kämpfte sich von Platz 10 auf Rang Sechs vor, Kenneth Heyer, ebenfalls Dodge Viper, arbeitete sich gleichfalls zügig in die Top 10 vor und lag bald hinter dem Damenteam von Daikin Racing. Die mussten Heyer passieren lassen und fielen auf Platz Sieben zurück. Der Wegberger konnte sich kurz vor den Boxenstopps noch den Ascari von Greenhalg schnappen und auf Rang Fünf vorrücken. Jos Menten übernahm die Spitze vor Kaufmann, der den Abstand aber nicht verkürzen konnte. Kox blieb in Sichtweite von Kaufmann, kam aber ebenfalls nicht näher.
Die zweite Rennhälfte verlief an der Spitze ruhig. Christopher Haase behielt die Führung mit Alexander van der Lof (ARGO) und Albert von Thurn und Taxis (Reiter Engineering) im Schlepptau. Gute Arbeit hatte die Cat Racing Crew geleistet und den Porsche 997 mit Christian Pladwig am Steuer bis auf Platz Vier nach vorne gebracht. Leider war man beim Stopp fünf Sekunden zu früh heraus gefahren, was die Rennleitung mit einer entsprechenden Stopp-and-Go Strafe ahndeten. Harald Becker (GS Viper) und Alexandra van de Felde profitierten von der Strafe und rückten auf die Ränge Vier und Fünf vor. Frank Schmickler lauerte hinter den Dickschiffen aus dem Hause Dodge und machte Runde um Runde Boden gut. Die Daikin Viper konnte sich Schmickler noch holen, Harald Becker war bereits außer Reichweite. Christopher Haase fuhr seinen vierten Sieg in dieser Saison mit 11 Sekunden Vorsprung sicher nach Hause und erhöhte seinen Vorsprung in der Punktetabelle auf 19 Zähler. Alexander van der Lof bescherte der belgischen ARGO Racing Mannschaft eine weitere Podiumsplatzierung vor Peter Kox / Albert von Thurn und Taxis. Diese beiden Teams belegen auch in der Tabelle die Folgeplätze. Kox / von Thurn und Taxis haben nun 46 Punkte, Kaufmann / van der Lof deren 45.
GS Motorsport mit glücklichem Ende
Ein Erfolgserlebnis mit dem vierten Gesamtrang vor Schmickler / Seyffarth als Sieger der Porsche Wertung. hatten Harald Becker und Kenneth Heyer. Nach dem Brand im zweiten Qualifying sah es nach einem bitteren Wochenende für die Mannschaft von Georg Severich aus. Doch das Team aus Aachen brachte die Viper wieder in Form, so dass man in beiden Rennen starten konnte. Becker / Heyer beendeten schließlich beide Läufe mit den Rängen Fünf und Vier jeweils in den Punkten.
Prophezeiung erfüllt
Als gute Wahrsagerin erwies sich Gaststarterin Stephanie Boden. Nach dem Zeittraining hatte die Belgierin ein Ergebnis um Rang Sieben als Ziel ausgegeben. Sowohl Boden als auch Co Alexandra van der Felde behaupteten sich im Feld und übertrafen ihr Samstagsergebnis mit Rang Sechs am Sonntag deutlich.
Zweiter Lauf ohne Aston Martin und CorvetteVerzicht üben mussten leider die Teams Racing for Belgium und MM Racing. Sowohl der Aston Martin DBR9 als auch die Corvette Z06.R GT3 mussten mit Motorschäden vom zweiten Lauf des Wochenendes zurückgezogen werden.
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Vierter Sieg für Haase, erneut Podium für Kaufmann / van der Lof und Kox / von Thurn und Taxis






