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Ex-DTM-Pilot Jäger: Das ADAC GT Masters macht riesig Spaß

Der ehemalige DTM- und Tourenwagen-WM-Pilot und jetzige Carrera-Cup-Akteur Thomas Jäger gab an der Seite von Skisprung-Olympiasieger Sven Hannawald sein Debüt im ADAC GT Masters und überzeugte auf Anhieb mit starken Zeiten im Vorjahres-Porsche des Buchbinder-Teams. Und ganz nebenbei half er seinem Cockpit-Partner, sich bei den Rundenzeiten deutlich zu verbessern.

Wie ist Ihre Premiere im ADAC GT Masters gelaufen?
Ganz hervorragend. Mein Ziel war es, zu zeigen, was mit dem leistungsmäßig unterlegenen Vorjahres-Porsche möglich ist. Das ist, glaube ich, ganz gut gelungen. In den ersten Freien Trainings konnten wir schon gut mithalten, im ersten Qualifying war unser Auto dann mit Platz sieben der beste Porsche, schneller sogar als die neuen Cup-S-Modelle. Im ersten Rennen bin ich kurzzeitig sogar bis auf den dritten Platz vorgefahren. Leider hat ein Reifenplatzer unser Rennen kaputt gemacht, am Sonntag wurde Sven dann von einem übermotivierten Gegner gedreht.
 
Ihr Teamkollege Sven Hannawald hat Ihnen ein hervorragendes Zeugnis als 'Fahrlehrer' ausgestellt. Welche Tipps haben Sie ihm gegeben?
Zunächst einmal haben wir die Strecke zu Fuß erkundet. Ich habe Sven die wichtigen Stellen gezeigt und ihm schon einmal erste Tipps gegeben, beispielsweise wo Brems- und Einlenkpunkte sind. Dann sind wir in die Fahrphysik eingestiegen. Um ein guter Fahrer zu sein, reicht es nicht, Gas geben und spät bremsen zu können. Man muss auch verstehen, warum ein Auto auf welche Weise reagiert. Nach allen Einsätzen auf der Strecke haben wir dann noch Daten analysiert. Svens Erfahrungen im Sport waren eine große Hilfe. Er hat auf Anhieb verstanden, was ich von ihm wollte, und konnte auch sehr gute Rückmeldungen geben. Wie gut unsere Zusammenarbeit geklappt hat, kann man an seinen Rundenzeiten sehen, die im Laufe des Wochenendes um vier Sekunden besser geworden sind.
 
Als erfahrener Rennfahrer: Wie lautet Ihr Urteil über die Serie insgesamt?
Es hat wirklich riesig Spaß gemacht, im ADAC GT Masters zu starten. Besonders beeindruckend ist natürlich die Vielzahl an Traumsportwagen, die hier am Start sind. In Deutschland bekommt man nirgendwo sonst geboten, gegen Ferrari, Lamborghini, Aston Martin, Corvette und Ford GT zu fahren. Die Optik und der Sound sind natürlich auch für die Zuschauer ein Erlebnis. Fahrerisch ist die Serie gut besetzt. Wer vorn mitmischen möchte, muss schon was können. Daher war mein Einsatz auch ein guter Test für den Carrera-Cup.
 
Das hört sich ja so an, als ob wir Sie bald wieder im ADAC GT Masters sehen werden …
Die beiden 2008 noch zu fahrenden Rennen passen leider nicht in meinen Terminkalender. Aber im nächsten Jahr will ich auf jeden Fall wieder dabei sein.