Auf seine zweite Saison im ADAC GT Masters schaut Frank Kechele nicht so gerne zurück. Der 23-Jährige stellte den Lamborghini Gallardo GT3 von Argo Racing zwar in Oschersleben und Assen auf die Pole und stand in vier Rennen auf dem Podium, hatte sich aber vor dem Saisonbeginn wesentlich mehr erhofft. „Wir sind einfach nicht so richtig in Schwung gekommen", sagt Kechele im Rückblick auf die Saison.
Argo Racing musste die dritte Saison im ADAC GT Mastes noch mit dem in den Vorjahren eingesetzten Lamborghini Gallardo GT3 in Angriff nehmen, nachdem sich die Lieferung des neuen Audi R8 LMS verzögerte. "Wir hatten gehofft, dass wir unseren Audi R8 LMS früher erhalten, leider verschob sich der Liefertermin", so Kechele. "So mussten wir in Oschersleben und in Assen nochmals auf den Lamborghini zurückgreifen. Da wir auf den Audi warteten, haben wir den Lamborghini vor der Saison nicht mehr so vorbereitet, wie man eigentlich tuen würde, und konnten so vor der Saison nur wenig testen."
So baute sich über die Saison ein Testrückstand auf. "Mit dem Audi mussten wir auch noch erst das ein oder andere Detail aussortieren und konnten nicht so viel fahren, wie wir uns das gewünscht hätten. Dann kam auch noch Pech dazu, wie auf dem EuroSpeedway als wir nach einem Trainingsunfall von meinem Teamkollegen Kuba Giermaziak nicht in die beiden Rennen starten konnten. Durch die aufwendige Reparatur konnten wir wieder nicht testen und mit neuem Auto arbeiten. Als wir dann endlich aussortiert waren, war die Saison schon voll im Gange."
Dennoch beeindruckte Kechele beim ersten Einsatz mit dem Audi R8 auf dem Hockenheimring im Juni mit einer Bestzeit im zweiten freien Training. Es folgte eine weitere Trainingsbestzeit auf dem EuroSpeedway, auf dem Sachsenring war Kechele sogar in beiden freien Trainings Schnellster. Mit zwei Pole-Position und vier Bestzeiten in den freien Trainings war kein anderer ADAC GT Masters-Pilot in dieser Saison schneller als Kechele. In Assen gelang dem Ulmer sogar die schnellste bisher gefahrene Qualifyingrunde. "Leider waren wir immer dann ganz vorn, wenn es um nichts ging."
"Zum Saisonende lief es dann aber sehr gut, bei den letzten Veranstaltungen waren wir das schnellste Audi-Team. Leider konnten wir die starke Performance und den Speed aufgrund von kleineren Problemen nicht immer in den Rennen umsetzen. Daher ist es gerade in der heißen Phase der Meisterschaft kaum aufgefallen, wie schnell wir unterwegs waren", bedauert Kechele. Beim Finale in Oschersleben fuhren Frank Kechele und Kuba Giermaziak im kanariengelben Audi auf Platz zwei, das beste Ergebnis von Argo Racing in dieser Saison.
Im nächsten Jahr will Kechele dem GT-Sport treu bleiben: "Für konkrete Details ist es jetzt aber noch zu früh. Die ADAC GT Masters sind toll, aber auch die FIA GT3-Europameisterschaft oder die FIA GT2-Europameisterschaft könnten eine Alternative sein. Den Sportwagen werde ich aber in jedem Fall treu bleiben."
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Kechele: „Wir sind nicht richtig in Schwung gekommen“






