Die erste Saison von Niclas Kentenich im ADAC GT Masters begann mit einem Paukenschlag: Beim Saisonauftakt in Oschersleben im April gewann der 22-Jährige im a-workx-Porsche-911-GT3-R gemeinsam mit Sebastian Asch gleich sein Premierenrennen im ADAC GT Masters.
"Dass wir gleich mit einem Sieg ins ADAC GT Masters einsteigen, hätten wir niemals gedacht", erinnert sich Kentenich an seinen Einstand. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt verliefen die folgenden Rennwochenenden am Sachsenring, in Hockenheim und in Assen aber zum Teil nicht wie gewünscht.
"Am Sachsenring mussten wir nach unserem Erfolg in Oschersleben mit viel Erfolgsballast starten, dazu mussten wir in unseren Porsche auch noch Gewicht im Rahmen der ‚Balance of Performance' zuladen", erinnert sich Kentenich. "Der Sachsenring lag uns mit dem Gewicht überhaupt nicht, in den Rennen gab es dann auch noch eine Kollision und Probleme mit der Technik". Punktelos reisten Asch/Kentenich aus Sachsen ab.
"In Hockenheim hatten wir ein exzellentes Qualifying, waren der schnellste Porsche, doch dann habe ich im Rennen die weiße Linie der Streckenbegrenzung überfahren und wurde mit dem Sieg vor Augen durch eine Stop&Go bestraft," so Kentenich. "Im zweiten Rennen ist mir dann der Ascari ins Auto gefahren, da war in der ersten Runde Schluss." Beim Auslandsgastspiel des ADAC GT Masters im niederländischen Assen kämpften sich Asch/Kentenich im Regen mit dem slickbereiften Porsche auf Rang fünf, im zweiten Rennen löste sich eine Schraube der Radaufhängung. "Das Auto war danach unfahrbar", so Kentenich.
Mit sechs noch ausstehenden Rennen liegen die beiden a-workx-Piloten auf Rang vier der Tabelle. "Theoretisch ist im Titelkampf noch alles möglich, wenn wir unser Pech aus den letzten Rennen endlich abstreifen können", gibt sich der Rheinländer noch nicht geschlagen. "Sebastian und ich zählen sicherlich zu den schnellsten Fahrerpaarungen im Feld und wir waren im Qualifying auch meistens der schnellste Porsche. Wir sind beide gleich schnell, das verschafft uns in den Rennen auch große strategische Vorteile, wenn es zum Beispiel um den richtigen Zeitpunkt für den Fahrerwechsel geht. Allerdings hoffen wir, dass sich an der Einstufung unsere Porsche noch etwas ändert. Die letzten Rennen haben gezeigt, dass ein Sieg aus eigener Kraft nicht drin gewesen wäre."
Den EuroSpeedway Lausitz, Schauplatz des vierten ADAC GT Masters-Wochenende vom 13. bis 15. August, kennt Kentenich von einem Test vor dem Saisonbeginn und einem Gastspiel im Porsche Carrera Cup. Denn neben dem Engagement im ADAC GT Masters fährt Kentenich zweigleisig und tritt auch im deutschen Porsche Cup an. "Meine ersten Schritte im Motorsport habe ich im ADAC Volkswagen Polo Cup gemacht, dort bin ich drei Jahre lang gefahren." Vom Polo erfolgte 2006 der Umstieg in den Porsche. "Ich war der Meinung, dass es keinen Sinn machte, in einer anderen Serie mit einem Fronttriebler weiterzumachen und bin auf den Porsche umgestiegen. Denn wenn man einen Porsche schnell bewegen kann, ist man so ziemlich in jedem Auto schnell."
Vor dem Rennen auf dem EuroSpeedway hofft der Neusser, nun das Pech der ersten Saisonhälfte abgestreift zu haben. Auf die beiden Rennen auf dem EuroSpeedway freut sich Kentenich: "Auf dem EuroSpeedway fahre ich recht gern. Ich hoffe, dass die Strecke auch unserem Auto liegt und wir dort zwei gute Ergebnisse einfahren können."
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Zeitplan Assen (01.06.2010)Niclas Kentenich: Erste Saisonhälfte mit Höhen und Tiefen






