ADAC GT Masters-Pilot Christian Hohenadel kontrolliert in seiner Callaway-Corvette Z06.R GT3 mit seinem Gasfuß mehr als 368 kW (500 PS). Für das „Projekt C02-100minus" der Hochschule für Wissenschaft und Technik (HTW) Saarland wagte sich der ADAC GT Masters-Pilot mit einem 50 kW (68 PS) starken Kleinwagen auf die Nürburgring-Nordschleife.
Beim "Projekt CO2-minus100" hat es sich die HTW Saarland gemeinsam mit Industriepartnern zum Ziel gesetzt, ein auf Autogas umgerüstetes Fahrzeug so zu optimieren, daß der Kohlendioxidausstoss weniger als 100 Gramm pro Kilometer beträgt.
Die Mission von Hohenadel in der "Grünen Hölle": Einen auf Autogas umgerüsteten Peugeot 107 mit "Voll-Gas" über die legendäre Berg-und-Talbahn in der Eifel zu treiben. Im Dienste der Wissenschaft nahm der Saarländer den mit 50 kW (68 PS) überschaubar motorisierten Kleinwagen, der durch die Autogas-Einspritzung 72 PS leistet, hart ran.
Es war die erste intensive Begegnung des Rennfahrers mit dem auch LPG (Liquified Petroleum Gas) genannten Alternativkraftstoff, und entsprechend unbefangen ging Hohenadel ans Werk. Prof. Dr.-Ing. Harald Altjohann vom projekt C02-100minus, der selbst die Nürburgring-Nordschleife schon bei zwölf 24-Stunden-Rennen unter die Räder genommen hat, gab dem 33-Jährigen eine "Privatvorlesung" unter freiem Himmel zum Thema Autogas, bevor es auf die Piste ging.
Bei den Runden von Hohenadel auf der Nordschleife im Versuchsfahrzeug wurden sämtliche Motordaten aufgezeichnet und später von Studenten der HTW Saarland in Saarbrücken ausgewertet. Die entscheidende Frage dabei: Wie reagiert die auf Autogas umgerüstete und optimierte Maschine bei extremer Belastung?
Das Versuchsfahrzeug erlaubte es Hohenadel zu Vergleichzwecken zwischen Autogas und Benzin-Antrieb umzuschalten, wovon der Rennfahrer häufig gebrauch machte. "Es gibt absolut keinen Unterschied", so das Fazit von Hohenadel, der das schwachmotorisierte Auto beim Test an seine Grenzen brachte.
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