Mehr erhofft: Callaway Competition auf dem Lausitzring Foto: ADAC GT Masters
Mehr erhofft: Callaway Competition auf dem Lausitzring Foto: ADAC GT Masters

Achterbahn-Auftakt für Callaway Competition

Kollision und Aufholjagd auf dem Lausitzring

Callaway Competition hatte sich beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring mehr erhofft.

Am Freitag im ersten Freien Training untermauerte das Team mit seinen beiden Piloten Markus Pommer und dem Schweizer Neuzugang Jeffrey Schmidt seine Ambitionen. Markus Pommer setzte gleich mit einer perfekten Runde von 1.21,553 Minuten die erste Bestzeit der Saison. Leider sollte sich dieser Trend jedoch am Wochenende nicht fortsetzen.

Pommer ging im Samstagsrennen von einem starken achten Platz aus ins Rennen und konnte durch seine schnelle Reaktion beim Start bereits drei Positionen gutmachen. Im weiteren Verlauf der ersten Viertelstunde konnte er auf Rang vier vorfahren und schloss auf den Drittplatzierten auf. In einem harten aber fairen Zweikampf wurde Pommer beim Angriff auf Rang drei bis an die linke Streckenbegrenzung abgedrängt. Abseits der Ideallinie konnte er die Corvette leider nicht mehr ausreichend verzögern, um den Kontakt mit dem in die erste Kurve einbiegenden zweitplatzierten Porsche zu verhindern. Durch diesen Zusammenprall wurden beide Fahrzeuge stark beschädigt und anstatt einer möglichen Podiumsplatzierung aus dem Rennen genommen. Besonders unglücklich war, dass der eigentlich völlig unbeteiligte Herberth-Porsche zum Opfer dieses Zweikampfes wurde. Neuzugang Jeffrey Schmidt kam am Samstag zu keiner Fahrzeit und musste seine Rennpremiere in der Callaway-Corvette vertagen.

Wie schon im vergangenen Jahr beim Hockenheim-Trauma stand eine Nachtschicht für die Mechaniker auf dem Programm, um die einzige Corvette C7 GT3-R in dem hochkarätigen Starterfeld für den nächsten Tag wieder einsatzbereit zu bekommen. Jedoch war der Schaden nach dem Unfall nicht die einzige Hypothek, mit der Jeffrey Schmidt das Sonntags-Qualifying bestreiten musste. Die Corvette mit der Startnummer #77 wurde für den Unfall mit einer Strafversetzung um zehn Positionen geahndet.

Schmidt qualifizierte die Corvette mit einem Rückstand von 0,425 Sekunden auf Rang 14 und musste das Rennen somit von Platz 24 beginnen. Mit einer starken Leistung kämpfte sich der Schweizer nach vorn und übergab beim Boxenstopp auf Rang 17 liegend das Cockpit an Pommer, der die Corvette auf Platz 12 ins Ziel brachte. Trotz eines starken Rennens gab es für die sehenswerte Aufholjagd nur vier Punkte.

Jeffrey Schmidt: "Den Auftakt habe ich mir sicherlich etwas anders vorgestellt. Das verschenkte Podium am Samstag und nur vier Punkte am Wochenende sind schon sehr bitter. Wir konnten allerdings in dem sehr starken Starterfeld mit zahlreichen Werksfahrern zeigen, dass wir um die vorderen Plätze mitreden können. Das Team hat einen fantastischen Job gemacht. Die Jungs haben über Nacht das Auto wieder repariert, das wirklich sehr stark beschädigt war. Nun blicken wir auf den nächsten Lauf auf dem Nürburgring und hoffen dort auf bessere Ergebnisse."

Markus Pommer: "Wir müssen einen Haken hinter das Wochenende machen und den Fokus auf das nächste Rennen auf dem Nürburgring legen. Es lief sicher nicht wie erhofft, gleichzeitig bin ich mit der gezeigten Performance ganz zufrieden, da wir es geschafft haben, den teilweise erheblichen Rückstand beim Testen zu verkleinern. Die Kollision am Samstag hat natürlich auch gleich wieder die Erinnerungen an Hockenheim geweckt. Das Team hat bis in die frühen Morgenstunden hinein wieder alles gegeben und unermüdlich geschraubt. Hierbei geht auch ein ganz großer Dank an André Schubert von Schubert Motors, der uns beim Schweißen wichtiger Chassiskomponenten unterstützt hat. Ein Podium im ersten Rennen und Punkte waren in beiden Rennen möglich, doch es sollte leider nicht sein."

Quelle: Team

Saison 2020