Erstmals zusammen auf dem Podest: Kelvin und Sheldon von der Linde Foto: ADAC GT Masters
Erstmals zusammen auf dem Podest: Kelvin und Sheldon von der Linde Foto: ADAC GT Masters

ADAC GT Masters: Stimmen nach dem 1. Rennen

Reaktionen aus dem Fahrerlager nach dem Samstagsrennen

Das sagen Sieger und Platzierte nach dem Saisonauftaktrennen des ADAC GT Masters in Oschersleben.

Max Hofer (Phoenix Racing, Audi R8 LMS), Gesamtrang 1 und Sieger Pirelli-Junior-Wertung: "Ein überwältigender Moment. Das Qualifying hatte uns schon den Tag gerettet, aber dass wir die Pole-Position auch noch in einen Sieg umwandeln konnten, ist extrem motivierend für die weitere Saison. Ich habe viel Druck von Mirko Bortolotti gehabt. Der Lamborghini war extrem stark. Auf einigen Streckenabschnitten hatte er einen kleinen Vorteil, aber ich habe mich auf mich konzentriert und nicht nach hinten geschaut. Ich habe meine Linie immer wieder variiert und es ihm dadurch so schwer wie möglich gemacht. Am Ende hat es geklappt. Unsere Teammitglieder arbeiten Tag und Nacht, und ich bin sehr glücklich, dass wir sie mit einem Sieg entschädigen können."

Philip Ellis (Phoenix Racing, Audi R8 LMS), Gesamtrang 1 und Sieger Pirelli-Junior-Wertung: "Dass wir heute hier gewinnen, damit haben wir vorher wirklich nicht gerechnet. Wir wussten zwar, dass wir das Potenzial haben, vorn mitzuspielen, aber dass es zum Sieg reicht, hätten wir nicht gedacht. Max hat sowohl in der Qualifikation als auch im ersten Stint eine tolle Performance gezeigt und uns eine perfekte Ausgangslage geschaffen. Bis zum Ende war es wirklich knapp, und ich musste hart kämpfen, um die Führung zu verteidigen. Von hinten kam mächtig Druck, umso mehr freue ich mich, dass ich den ersten Platz bis ins Ziel bringen konnte."

Kelvin van der Linde (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtrang 2, Platz 2 Pirelli-Junior-Wertung: "Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Es war der erste Podestplatz zusammen mit meinem Bruder. Hinten links hat der Reifen langsam Luft verloren. Am Ende hatten wir Glück, überhaupt ins Ziel gekommen zu sein. Eine Runde mehr hätten wir vielleicht nicht mehr geschafft. Wir sind sehr glücklich."

Sheldon van der Linde (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtrang 2, Platz 2 Pirelli-Junior-Wertung: "Mein Start war sehr gut. Ich habe zwei Positionen gutgemacht, das war der Grundstein für unsere Podiumsplatzierung. Ich fiel anfangs hinter dem Spitzenduo etwas zurück, konnte dann aber wieder näher ranfahren. Doch dann hatten wir einen schleichenden Plattfuß, und ich bin wieder zurückgefallen. Kelvin hat das Auto ins Ziel gebracht."

Timo Scheider (BMW Team Schnitzer, BMW M6 GT3), Gesamtrang 3, Platz 3 Pirelli-Junior-Wertung: "Das war ein guter Start in die Saison. Wir wussten vorher nicht, was auf uns zukommt. Daher war es wichtig, mit einem guten Resultat in das Jahr zu starten. Nach vorn war nicht mehr möglich."

Mikkel Jensen (BMW Team Schnitzer, BMW M6 GT3), Gesamtrang 3, Platz 3 Pirelli-Junior-Wertung: "Wir haben beim Start Positionen verloren. Danach habe ich schnell gemerkt, dass die Autos vor uns stärker waren, und ich habe mich darauf konzentriert, meinen Platz zu verteidigen."

Maximilian Buhk (MANN-FILTER Team HTP, Mercedes-AMG GT3), Rang 6: "Ich bin die ganze Zeit im Pulk gefahren. Leider konnte ich auch nicht so attackieren, wie ich es mir gewünscht hätte. Wir hatten das Problem, dass die Reifen viel Pickup aufgesammelt haben. Und wenn der erst mal drauf ist, kriegst du ihn kaum mehr runter. Ich hatte sehr wenig Grip."

Timo Bernhard (KÜS Team75 Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 13: "Es sind gemischte Gefühle. Mit dem Ergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden. Das Rennen hat gut begonnen, ich habe am Start zwei Positionen gutgemacht. In Kurve drei wurde ich dann leider rausgedrückt. Das war sehr unfair, ich habe dadurch fünf Positionen verloren. Er musste mich dann zwar wieder vorbeilassen, aber ich hing auf Platz neun fest. Kévin hat dann leider beim Versuch, auf Platz acht zu fahren, einen Dreher gehabt, und wir sind aus den Top Ten gefallen. Von der Performance her wäre klar mehr möglich gewesen. Deutlich Top Ten auf jeden Fall. Wir hatten halt heute ein bisschen Pech. Aber wir geben nicht auf, und morgen beim zweiten Rennen müssen sich alle warm anziehen."

Kevin Estre (KÜS Team75 Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 13: "Ein schwieriges Rennen. Timo hatte einen super Start, aber dann hat er nach dem Kontakt in der dritten Kurve fünf Positionen verloren. Wir waren auch danach schnell, aber hier ist es schwierig zu überholen. Nach dem Boxenstopp bin ich auf der gleichen Position rausgekommen. Ich habe versucht, den Audi vor mir zu überholen. Er hat eine kleine Lücke gelassen, ich bin reingefahren, dann ist er zurückgekommen. Ich wollte den Kontakt vermeiden, bin auf der Bremse geblieben, bin ins Übersteuern geraten und habe mich gedreht. Ich habe viele Positionen verloren, konnte zwei wiedergutmachen, aber es hat nicht gereicht, um in die Punkte zu kommen. Wir haben für das Qualifying morgen die Pace auf einer Runde, um vorn dabei zu sein. Vielleicht nicht Pole, aber Top Ten oder vielleicht Top Fünf."

Patrick Assenheimer (AutoArenA Motorsport, Mercedes-AMG GT3), Rang 17: "Oberste Prämisse war es, so viele Positionen wie möglich gutzumachen, ohne zu hohe Risiken einzugehen, und wertvolle Erkenntnisse für morgen zu sammeln. Das ist uns gut gelungen."

Jan-Erik Slooten (IronForce by RING POLICE, Porsche 911 GT3 R), Rang 22, Sieger Pirelli-Trophy-Wertung): "Nachdem wir wegen einer Strafe im Qualifying von ganz hinten starten mussten, haben wir damit nicht gerechnet. Ich hatte einen guten Start, das war die halbe Miete. Lucas hat dann in seinem Stint einen extrem guten Job gemacht und einige Plätze aufgeholt. Wir sind sehr zufrieden."

Lucas Luhr (IronForce by RING POLICE, Porsche 911 GT3 R), Rang 22, Sieger Pirelli-Trophy-Wertung): "Wenn man in einer so starken Rennserie von hinten starten muss, ist es natürlich sehr schwer, noch nach vorn zu fahren. Ich denke, wir haben im Rennen alles richtig gemacht. Jan ist sehr solide gefahren. Wir haben früh unseren Boxenstopp absolviert, und ich hatte eine gute Outlap. Ich hing danach länger hinter einer Corvette fest und kam nicht vorbei. Als mir das gelungen war, ging es relativ zügig nach vorn. Wir haben als Team extrem viel gelernt. Wir sind natürlich noch ganz am Anfang unserer Reise. Die Serie ist extrem hart, da kann man nicht erwarten, gleich an der Spitze mitzufahren."

Saison 2018