Drei Marken auf dem Podest: Corvette siegt vor Lamborghini und Mercedes-AMG Foto: ADAC GT Masters
Drei Marken auf dem Podest: Corvette siegt vor Lamborghini und Mercedes-AMG Foto: ADAC GT Masters

ADAC GT Masters: Stimmen nach dem 2. Rennen

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Das sagen Sieger und Platzierte nach dem zweiten Rennen des ADAC GT Masters in Spielberg.

Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R), Gesamtrang 1: "Dass wir zwei Mal gewinnen, haben wir nicht erwartet. Umso mehr bin ich jetzt happy, dass wir es geschafft haben. Es war ein perfektes Wochenende für uns, maximale Punkteausbeute. Jetzt kommen die Strecken, auf denen es schwieriger für uns sein wird, ganz vorn mit dabei zu sein. Am Anfang meines Stints hatte ich alles unter Kontrolle, doch als es abtrocknete, war es extrem schwer, die Reifen am Leben zu halten."

Daniel Keilwitz (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R), Gesamtrang 1: "Zwei Pole-Positions, zwei Siege und die Tabellenführung erobert - besser konnte es an diesem Wochenende nicht laufen. Das war auf jeden Fall ein wichtiger Schritt im Titelkampf. Ich habe schon vor dem Start die Wolke gesehen und gedacht, dass es vielleicht zu regnen beginnt. Dann nach zwei, drei Runden fing es an zu tröpfeln. Du musst entscheiden, ob du draußen bleibst oder nicht. Ich habe gemerkt, dass es noch einigermaßen mit den Slicks geht. Autos, die auf Regenreifen gewechselt hatten, waren nicht schneller als wir. Deswegen haben wir bis zum Pflichtboxenstopp gewartet und haben erst dann auf Regenreifen gewechselt."

Mirko Bortolotti (ORANGE1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3), Gesamtrang 2: "Wir sind das gesamte Rennen über auf Slicks geblieben. Das hat sich ausgezahlt. Es war ein unglaubliches Rennen für uns. Andrea ist von P24 gestartet, dann kam der Regen. Wir haben entschieden, auf den Slick-Reifen zu bleiben. Dann kamen wir zum Pitstop, und es war eigentlich schon alles vorbereitet, um auf Regenreifen zu wechseln. Ich sah das Auto kommen, habe noch mal kurz in den Himmel geguckt. Ich habe gesehen, dass es regnet, aber es hat irgendwie so ausgesehen, als würde es schöner werden. Daher habe ich meinem Ingenieur gesagt: ,Ich bleib auf Slicks.' Wir haben gepokert, denn es war der einzige Weg, um das Rennen noch zu gewinnen. Ich bin hier, um zu gewinnen, und nicht, um nur mitzufahren. Es hat gut funktioniert, denn am Ende ist die Strecke abgetrocknet. Ich bin richtig glücklich. Es ist ein super Resultat für uns nach einigen Rennen, die richtig hart waren. Noch dazu beim Heimspiel vom Team. Perfekter Tag, perfektes Wochenende. Ich bin super happy."

Andrea Caldarelli (ORANGE1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3), Gesamtrang 2: "Ohne Worte. Wir sind von Platz 24 gestartet und sind Zweite geworden. Wir wussten, dass es kein einfaches Rennen werden würde, denn wir sahen den Regen schon kommen. Als es anfing zu regnen, bin ich das Risiko eingegangen, draußen zu bleiben. Beim Boxenstopp sind wir dann auf Slicks geblieben. Das hat sich ausgezahlt. Das Wetter hat uns dann in den letzten Minuten geholfen, da die Strecke abtrocknete."

Maximilian Götz (Mann-Filter Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3), Gesamtrang 3: "Es lief wirklich gut, ich habe gesehen, dass die anderen auf Regenreifen nicht schneller waren als ich. Und da war es natürlich das Ziel, sich den Extra-Stopp zu sparen und bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters draußen zu bleiben. Das hat sehr gut funktioniert. Wir hatten auch überlegt, bis kurz vor dem Schließen des Boxenstoppfensters draußen zu bleiben und Markus ebenfalls auf Slicks zu lassen. Doch gerade in dieser Phase wurde der Regen stärker, also wollten wir kein Risiko eingehen, und das Team holte mich rein."

Markus Pommer (Mann-Filter Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3), Gesamtrang 3: "Auch bei abtrocknenden Bedingungen war das Auto auf den Regenreifen sehr gut. Ich konnte den vor mir fahrenden Audi überholen und mich auf Platz zwei festsetzen. Als dann allerdings der Lambo im Spiegel immer größer wurde, dachte ich mir schon, dass es in der letzten Runde eng wird. Aber egal: Wer hätte gestern gedacht, dass wir heute aufs Podest fahren? Ich freue mich riesig."

Sebastian Asch (Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing, Mercedes-AMG GT3), Gesamtrang 5 und Sieg Pirelli-Junior-Wertung: "Das war ein turbulentes Rennen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir von Platz 18 auf Platz fünf vorfahren. Damit können wir zufrieden sein. Die Wetterkapriolen sind uns entgegengekommen. Wir haben beim Fahrerwechsel auf Regenreifen gewechselt, um kein Risiko einzugehen. Am Ende wären Slicks besser gewesen, aber das Risiko wäre zu groß gewesen."

Luca Stolz (Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing, Mercedes-AMG GT3), Gesamtrang 5 und Sieg Pirelli-Junior-Wertung: "Wir haben uns hier das ganze Wochenende schwergetan. Jetzt haben wir es aber relativ versöhnlich abgeschlossen. Basti ist auf Slicks einen Superstint im Regen gefahren. Wir haben dann auf Regenreifen gewechselt, was am Ende wohl nicht die schnellste, aber sicherste Option war."

Ezequiel Perez Companc (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3), Gesamtrang 6 und Platz 2 Pirelli-Junior-Wertung: "Nachdem Franck auf Slicks einen Megajob gemacht hatte, bin ich mit Regenreifen weitergefahren. Es war nicht einfach. In der Schlussphase war es eines der verrücktesten Rennen, die ich bisher gefahren bin. Die Strecke trocknete ab, und der Reifendruck stieg extrem an. Ich musste sehr auf sie achten. Zudem kämpfte ich mit den Autos vor und hinter mir. Unglaublich, das Rennen noch so weit vorn zu beenden."

Franck Perera (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3), Gesamtrang 6 und Platz 2 Pirelli-Junior-Wertung: "Das war ein wichtiges Ergebnis für uns. Wir hatten zuletzt keine einfachen Wochenenden. Wir haben uns vor allem im Qualifying schwergetan - auch hier mit Platz 30. Schade, dass es am Ende aufgehört hat zu regnen, denn sonst wären wir in die Top 4 oder 5 gefahren. Jetzt müssen wir für die kommenden Rennen an unserer Qualifying-Leistung arbeiten."

Indy Dontje (Mann-Filter Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3), Gesamtrang 16 und Rang 9 Pirelli-Junior-Wertung: "Das Auto war richtig gut, die Pace auf Regenreifen auch. Die Chance war fifty-fifty, dass unsere Strategie aufgeht. Am Ende tat sie es eben nicht. Das ist Teil des Spiels."

Sven Barth (RWT Racing, Corvette C7 GT3-R), Gesamtrang 19 und Sieg Pirelli-Trophy-Wertung: "Es gab im Rennen wegen des einsetzenden Regens viel Tohuwabohu. Wir haben beim Stopp auf Regenreifen gewechselt und dann noch einige Positionen gutgemacht. Mit dem Trophy-Sieg sind wir zufrieden."

Claudia Hürtgen (RWT Racing, Corvette C7 GT3-R), Gesamtrang 19 und Sieg Pirelli-Trophy-Wertung: "Vom gesamten Wochenende sind wir enttäuscht, da hatten wir mehr erhofft. Wir hatten ein, zwei Probleme und haben kleine Fehler gemacht. Und dann ist man in diesem Feld in der Startaufstellung schnell weit hinten. Dann ist es schwierig, noch nach vorn zu kommen. Die Pirelli-Trophy-Wertung zu gewinnen ist aber ein guter Abschluss."

Saison 2019