Callaway Competition hat den Titel im ADAC GT Masters nicht abgeschrieben Foto: ADAC GT Masters
Callaway Competition hat den Titel im ADAC GT Masters nicht abgeschrieben Foto: ADAC GT Masters

Callaway Competition glaubt weiter an Titelchance

Platz 12 und 8: Das Duo Kirchhöfer/Pommer punktet in beiden Rennen auf dem Nürburgring

Nach Aufholjagd am "Ring": Der Corvette-Rennstall aus Leingarten behauptet im ADAC GT Masters Platz zwei in der Gesamtwertung.

"Das war ein hartes Wochenende", bilanziert Marvin Kirchhöfer nach dem Ausflug in die Eifel. "Wir konnten aber zeigen, dass wir uns auch in einer schwierigen Phase gegenseitig motivieren können. Jeder im Team hat Vollgas gegeben, was wir in den verbleibenden Rennen auch tun werden. Wir haben die Chance, am Ende ganz oben zu stehen, wenn wir weiter an unsere Fähigkeiten und unsere Stärken glauben."

Nach dem verkorksten Lauf im niederländischen Zandvoort wollte Callaway Competition beim fünften Lauf des ADAC GT Masters am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring in die Erfolgsspur zurückfinden. Unter äußerst wechselhaften Wetterbedingungen erlebte die Mannschaft aber eine emotionale Achterbahnfahrt. Zunächst startete man plangemäß ins Wochenende. Nach dem Freien Training am Freitag, in dem das Corvette-Team einige Dinge erfolgreich testen konnte, blickte man optimistisch dem Samstag entgegen.

Im Qualifying für das erste Rennen dann der Rückschlag: Markus Pommer musste bereits in der dritten Runde sein Fahrzeug aufgrund eines Benzindruckverlustes abstellen. Die Ursache, eine gerissene Halterung am Motor, wurde schnell gefunden und behoben. Das Reglement verbietet jedoch eine Wiederaufnahme des Zeittrainings, sofern fremde Hilfe In Anspruch genommen wurde, wie in diesem Fall geschehen.

Pommer und Kirchhöfer mussten also aus der letzten Startreihe ins Rennen gehen. Von dort kämpften sie sich Runde für Runde nach vorne. Am Ende schafften sie mit Platz 12 den Sprung in die Punkte - wichtige Meisterschaftszähler für die Beiden.

Der Sonntag begann mit schwer kalkulierbaren Wetterbedingungen. Starker Regen und Unwetter waren vorhergesagt, doch die blieben während des Qualifyings aus. Trotz eines geringen Zeitrückstands von nur 0,94 Sekunden musste sich Marvin Kirchhöfer mit Position 20 für das zweite Rennen auf dem 3,629 Kilometer langen Kurs zufriedengeben.

Auch im zweiten Rennen drehten Kirchhöfer und Pommer auf. Nach einigen Zweikämpfen fuhr die Corvette im Verlauf des einstündigen Rennens immer weiter nach vorne. Am Ende sprang ein achter Rang heraus - erneut wichtige Zähler für das Duo.

Die gelungenen Aufholjagden stimmen auch Markus Pommer zuversichtlich für den Saisonendspurt: "Am Nürburgring sah es zunächst so aus, als wenn unsere Pechsträhne weitergehen sollte, doch wir haben uns mit allen Mitteln dagegen gewehrt. Man hat am Wochenende einen ganz großen Willen im Team gespürt. Das hat mir noch einmal einen zusätzlichen Schub gegeben. In den letzten verbleibenden Rennen wollen wir voll angreifen und unsere Chance auf den Titel bis zum Schluss wahren."

Auch Teamchef Mike Gramke zog eine überwiegend positive Bilanz: "Die Situation am Wochenende war nicht einfach. Nach zwei punktlosen Ergebnissen in Zandvoort und viel Pech haben wir unsere Aufgabe in der Eifel ganz gut bestanden. Markus und Marvin sowie das gesamte Team haben einen sehr guten Job gemacht und das Bestmögliche herausgeholt. Auch wenn wir auf den Tabellenführer ein wenig an Boden verloren haben, werden wir bis zum Ende alles geben."

Weiter geht es für Callaway am 13. bis 15. September beim Heimspiel auf dem Hockenheimring.

Quelle:Team

Saison 2019