Christopher Haase: Triumph und Ärger über BoP Foto: ADAC GT Masters
Christopher Haase: Triumph und Ärger über BoP Foto: ADAC GT Masters

Christopher Haase: Triumph und Ärger über BoP

Christopher Haase erlebte bei der Österreich-Premiere des ADAC GT Masters ein Wochenende mit Licht und Schatten. Sein Highlight: eine Aufholjagd um 21 Plätze.

Gemeinsam mit seinem Teamkollege Andreas Simonsen überkam Christopher Haase (Audi R8 LMS, Phoenix Racing Pole Promotion) während der Trainingseinheiten in Spielberg ein Déjà-vu vom Nürburgring. Die Zeiten waren enttäuschend und beide Piloten beendeten ihre Qualifizierungssitzung auf Startplatz 24. "Die Freien Trainings nutzen wir natürlich wie alle anderen auch, um Strecke kennen zu lernen. Ich habe mich schnell eingefunden. Das Auto fühlte sich gut an. Ich bin eine gefühlte Pole-Position gefahren, aber es kam nicht in einer guten Platzierung an. Meine Erklärung dazu liegt in der Balance of Performance", so Haase.

Der Frust über die Quali-Ergebnisse war nach dem ersten Lauf schnell vergessen. Alle 40 GT-Fahrzeuge standen beslickt am Start. Dicke Tropfen und dunkle Wolken kündigten heftigen Regen an. Simonsen startete den Phoenix-Audi von Platz 24 und kam im Regen als 15. aus der ersten Runde zurück. Die Aufholjagd ging weiter bis auf Rang zehn nach vorn. Haase übernahm das Steuer und ging mit Regenreifen auf den Parcours. Der 23-jährige Ausnahme-Pilot versetzte alle in Staunen. Bei starkem Regen knackte er einen Gegner nach dem anderen und spülte sich mit Rang drei bis auf das Podium des ADAC GT Masters.

Der Frust vom Quali-Ergebnis kehrte in Rennen zwei zurück. Die Balance-of-Performance- Einstufung holte das Team bei trockenen Streckenverhältnissen wieder ein. Mühsam wehrten sich die Piloten Simonsen/Haase im Mittelfeld ihrer Haut und konnten sich mit Rang 18 über die Ziellinie retten.

Christopher Haase: "Das erste Rennen war super. Es hat richtig Spaß gemacht, sich durch das Feld zu kämpfen. Die härteste Nuss war Thomas Jäger. Bei diesem Zweikampf ging es schließlich um Platz drei, aber ich konnte ihn knacken und bis zum Schluss hinter mir halten. Bei der Beurteilung von Rennen zwei fällt mir nur die Balance of Performance ein. Wir sind viel zu schlecht eingestuft. Wir sind komplett weg von der Pace. Die Audi-Piloten sind alle gute Fahrer. Mit dieser Einstufung macht es eigentlich keinen Sinn, weiter zu fahren."

Ernst Moser (Teamchef Phoenix Racing Pole Promotion): "Wir konnten in Rennen zwei deutlich sehen, dass die Balance of Performance für den Audi nicht stimmt. Wir sind von unserer Startposition kaum weg gekommen, wurden sogar aufgeschnupft. Es ist deprimierend, wenn das Auto eigentlich gut liegt und man trotzdem keine Chance hat. Ein Gruß an die BoP-Abteilung: Es muss etwas passieren. Wir wollen keine Feldfüller sein. Das kann Audi und Phoenix Racing so nicht akzeptieren."

Saison 2019