Punkte am Sonntag: Orange1 by GRT Grasser Foto: ADAC GT Masters
Punkte am Sonntag: Orange1 by GRT Grasser Foto: ADAC GT Masters

GRT Grasser: Punkte auf dem Red Bull Ring

Heimrennen findet versöhnlichen Abschluss

Für Orange1 by GRT Grasser stand am vergangenen Wochenende das Saisonhighlight im ADAC GT Masters an: das Heimrennen auf dem Red Bull Ring.

Der Teamsitz befindet sich nur wenige Kilometer von der Strecke entfernt in Knittelfeld. Vor heimischem Publikum wollte das Team glänzen. Mit allen drei Lamborghini Huracán GT3 Evo in den Punkterängen gelang im zweiten Rennen der erhoffte Erfolg.

Orange1 by GRT Grasser setzte auch in der Boxengasse ein Highlight: Während der Boxenstopps im Samstagsrennen trug die Boxencrew Star-Wars-Outfits. "Im Reglement steht nur, dass ein Helm und ein Overall getragen werden muss", erläuterte Teamchef Gottfried Grasser. "In Oschersleben ist uns die Idee gekommen, beim Heimrennen etwas Spezielles zu machen. Es hat uns und den Fans Spaß gemacht!"

Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 (Mirko Bortolotti/Christian Engelhart)
Im hart umkämpften Qualifying am Samstagmorgen mit 22 Autos innerhalb einer Sekunde holte Bortolotti mit Startplatz elf das Maximum heraus. Im Rennen machte er trotz des Topspeed-Nachteils Boden gut. Eine gelungene Strategie brachte Engelhart nach dem Fahrerwechsel auf der gleichen Position zurück auf die Strecke. Wenige Minuten vor Rennende machte jedoch ein Reifenschaden das gute Rennen zunichte. "Wir lagen auf Platz sieben – das wäre ein Mega-Resultat gewesen", erklärte Bortolotti. "Es gab in den letzten vier Jahren bei uns nie Reifenprobleme auf dieser Strecke, deswegen kam das sehr überraschend."

Auch Engelhart schöpfte in seinem Qualifying am Sonntagmorgen das Potenzial des Lamborghini voll aus. Von Startplatz zwölf aus gelang ihm und Teamkollege Bortolotti ein perfektes Rennen. Der Lohn: Rang fünf. "Wir sind stolz auf uns, wir haben das Maximum rausgeholt", sagte Engelhart. "Platz fünf ist deutlich mehr, als hier in unserem Auto steckt. Das Auto war perfekt, aber wir hatten aufgrund einer ungünstigen BoP zu viel Zusatzgewicht an Bord. Hoffentlich ändert sich das für Zandvoort."

Lamborghini Huracán GT3 Evo #82 (Franck Perera/Rolf Ineichen)
Das erste Qualifying gestaltete sich für Perera schwierig. Doch der Franzose startete im Rennen von Startplatz 23 eine Aufholjagd. Teamkollege Ineichen wollte diese zu einem erfolgreichen Abschluss bringen, doch ein Reifenschaden bremste die #82 ein. "Wir hätten in die Punkte fahren können", meinte Perera. Im zweiten Rennen am Sonntag war die Aufholjagd von Ineichen und Perera von Erfolg gekrönt. Von Startposition 17 fuhren sie bis auf Rang sieben nach vorne.

Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 (Michele Beretta/Marco Mapelli)
Nach einem schwierigen Qualifying mit Platz 26 wollten Beretta und Mapelli im Samstagsrennen zurückschlagen. Doch wie viele andere erhielten sie eine Durchfahrtstrafe, weil sie die Track-Limits zu oft missachteten. "Wir haben uns darauf konzentriert, die Track-Limits einzuhalten, aber es hat nicht gereicht", erklärte Beretta.

Im Sonntagsrennen kämpfte sich das italienische Fahrerduo trotz gebrauchter Reifen von Startplatz 21 auf Rang zwölf vor. "Wir wussten, dass wir etwa ab der Hälfte des Rennens mit den Reifen zu kämpfen haben würden. Wir hätten es gerne in die Top 10 geschafft, aber immerhin haben wir Punkte geholt", sagte Mapelli.

Teamchef Gottfried Grasser bilanzierte: "Zunächst einmal möchte ich die tolle Zuschauerkulisse am Red Bull Ring loben. Der ADAC befindet sich auf dem richtigen Weg, ansonsten würden wir nicht so viele Fans auf den Tribünen sehen. Leider war es ein schwieriges Wochenende für uns. Wir haben schon beim Testen am Donnerstag gesehen, dass wir vor allem im ersten Sektor nicht mithalten können. Im ersten Rennen haben wir versucht, das mit einem aggressiven Set-up zu kompensieren. Leider haben das die Reifen nicht ausgehalten. Am Sonntag sind wir es konservativ angegangen, um Punkte zu sammeln. Die Positionen fünf und sieben sind für mich wie ein Sieg und ein dritter Platz. Es ist unglaublich, was Mirko gezaubert hat. In diesem starken Fahrerfeld gibt es nur wenige, die so gut fahren wie er. Es war ein versöhnliches Ergebnis aus österreichischer Sicht, ein Trostpreis mit guten Punkten im zweiten Rennen."

Quelle: Team

Saison 2019