Ludwig beendete die Saison als Vierter Foto: GT Masters
Ludwig beendete die Saison als Vierter Foto: GT Masters

Luca Ludwig glänzt in härtester ADAC GT Masters-Saison

Im dritten Jahr in Folge kämpfte Luca Ludwig im ADAC GT Masters um den Titel und beendete die Saison im ABT-Audi R8 LMS als Tabellenvierter.

"Nicht wie erhofft", lautet das Fazit von Luca Ludwig nach seiner dritten Saison im ADAC GT Masters. Dabei startete die Saison für den Sohn von Tourenwagenlegende Klaus Ludwig vielversprechend. Einem vierten Platz beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben folgte seine dritte Pole-Position und der siebte ADAC GT Masters-Sieg auf dem Sachsenring, dazu addierte sich je ein weiterer Podiumsplatz in Sachsen und im belgischen Zolder. Doch dann stagnierte zur Saisonmitte die Punkteausbeute. Erst beim vorletzten ADAC Masters Weekend im niederländischen Assen meldete sich der 23-jährige auf dem Podium zurück und beendete die Saison nach viel Pech beim Finale in Hockenheim auf Tabellenrang vier.

"Die 'Balance of Performance' war zur Saisonmitte für uns sehr schwierig", sagt der Jura-Student im Rückblick auf seine dritte Saison in der Liga der Traumsportwagen. "Ein Problem war das relativ hohe Gewicht, mit dem wir aufgrund der 'BoP'-Einstufung starten mussten. Das hat sich ganz besonders zum Rennende bemerkbar gemacht, und es war gerade in den letzten Runden sehr schwer, die Attacken der Gegner zu parieren."

Dennoch lag der Vizemeister der Saison 2009 im dritten Jahr in Folge bis zum Finalwochenende im Titelrennen. "Dass es in diesem Jahr nicht mit dem Titel geklappt hat, ärgert mich aber nicht, ganz im Gegenteil", zieht Luca Ludwig eine etwas überraschende Bilanz. "Es hat mir persönlich gezeigt, dass ich zu den besten Fahrern in einer Meisterschaft zählte, die so hart umkämpft war wie nie zuvor. Ich habe nun drei Jahre lang bis zum letzten Rennen zu den Titelkandidaten gezählt und nach Siegen und Podiumsplatzierungen war kein anderer Fahrer über die letzten drei Jahre erfolgreicher."

Und er ergänzt: "Im Titelkampf spielen viele Komponenten herein und es gibt viele Unwägbarkeiten, die letztendlich am Saisonende immer den Meistertitel verhindert haben. In meiner ersten Saison im ADAC GT Masters war ich sicherlich noch etwas zu unerfahren für den Titel, aber ich habe mich in jedem Jahr konsequent gesteigert."

Ludwig hofft, dass er im kommenden Jahr auch wieder im ADAC GT Masters startet, um auch in der vierten Saison im Titelkampf mitzumischen. "Momentan ist noch offen, wo ich im kommenden Jahr antrete. Das ADAC GT Masters ist eine tolle Serie mit Zukunft und damit in jedem Fall auch wieder eine attraktive Option für mich."

Saison 2020