Ging am Nürburgring leer aus: der MRS-BMW M6 GT3 Foto: ADAC GT Masters
Ging am Nürburgring leer aus: der MRS-BMW M6 GT3 Foto: ADAC GT Masters

MRS GT-Racing: Mehr erhofft

BMW-Team kämpft auf Nürburgring mit hohen Temperaturen

Zwar ging MRS GT-Racing am Nürburgring leer aus, doch am Sonntag glänzte das Team als beste BMW-Mannschaft.

Bereits in den freien Trainingssitzungen zeigte sich, dass der Turbinenbefeuerte BMW M6 GT3 Probleme mit den hohen Außentemperaturen hatte. Mit steigendem Quecksilber schwand die eine oder andere Pferdestärke. Das kühle, morgendliche Qualifying klappte hingegen noch ganz gut, Jens Klingmann glänzte am Sonntagmorgen mit einer Rundenzeit, die nur fünf Zehntelsekunden hinter der Pole lag. Bei dem extrem dichten Fahrerfeld bedeutete dies allerdings nur einen Startplatz in der achten Reihe.

Das Rennen am Samstag nahm Christopher Zöchling als Startfahrer auf. Kurz vor dem Boxenstopp-Fenster rollte der blaue Bolide jedoch ohne Vortrieb aus. "Mit einem Mal ging der Motor aus, und es gab komplett keinen Strom mehr im Auto. Auch ein Re-Start des Elektroniksystems nützte nichts, so musste ich das Auto stehen lassen", so der Österreicher nach dem Rennen. Am Ende entpuppte sich der Startermotor als Verursacher, der Anlasser hatte mit einem Kurzschluss das System lahmgelegt.

Nachdem dieses Problem von der MRS-Crew behoben worden war, stand dem Rennen am Sonntag nichts mehr im Wege. Jens Klingmann hatte einen sehr guten Start und konnte sich bis kurz vor dem Fahrerwechsel auf dem 13. Rang festsetzen. Nach dem Boxenstopp jedoch geriet Zöchling mehr und mehr unter Druck, der M6 kämpfte mit den sehr hohen Temperaturen. Als bestplatzierter BMW-Fahrer kam Zöchling als 17. ins Ziel.

"Das hatten wir uns etwas leichter vorgestellt", so Teamchef Karsten Molitor. "Konnten wir noch im Qualifying die schnellste jemals von einem M6 auf dem Nürburgring gefahrene Runde für uns verbuchen, hatten wir im Rennen mit stark nachlassender Performance zu kämpfen. Die Tatsache, dass wir jedoch bestes BMW-Team waren, zeigt uns, dass wir alles richtig gemacht haben und mehr wohl einfach nicht drin war."

Quelle: Team

Saison 2018