Precote Herberth Motorsport setzt auf den neuen Porsche 911 GT3 R Foto: ADAC GT Masters
Precote Herberth Motorsport setzt auf den neuen Porsche 911 GT3 R Foto: ADAC GT Masters

Neue Technik im ADAC GT Masters

Neue Autos von Aston Martin und Porsche, Evo-Kits bei Audi und Lamborghini

Zwei ganz neue GT3-Sportwagen und zwei überarbeitete: Im Starterfeld des ADAC GT Masters hat sich für 2019 einiges getan.

Rückkehrer Aston Martin feiert mit dem neu entwickelten Vantage GT3 sein Comeback in der "Liga der Supersportwagen". Dieser stammt von der GTE-Version ab, die seit dem vergangenen Jahr in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zum Einsatz kommt. Anders als das Vorgängermodell, das 2012 und 2013 im ADAC GT Masters zum Einsatz kam und einen Sieg holte, verfügt die 2019er-Version des britische Gran Turismo nicht mehr über einen V12-Sauger, sondern über einen 4-Liter-V8 mit zwei Turboladern. Der Vantage GT3 hat bereits einige ausgewählte Langstreckenrennen bestritten, homologiert wurde er jedoch erst am 1. März.

Porsche hat für 2019 ebenfalls einen neuen GT3-Sportwagen entwickelt. Der GT3 R basiert auf der Baureihe 991.2 und ist trotz des gleichen Namens wie das ADAC GT Masters-Meisterauto der vergangenen Saison zum Großteil neu. Dabei wurden die Erkenntnisse aus den zahlreichen Einsätzen des Vorgängermodells konsequent für Verbesserungen in den Bereichen Aerodynamik und Kinematik genutzt. Auf den ersten Blick erkennbar ist der neue GT3 R an der neu gestalten Luftführung an der vorderen Schürze, den vorderen Radhäusern und der Fronthaube sowie den großen Lufteinlässen in den hinteren Kotflügeln. Neu sind auch die auf den Fahrer ausgerichtete Mittelkonsole sowie das multifunktionale "Multi-Touch-Panel", die eine noch direktere und intuitivere Bedienung des Fahrzeugs ermöglichen sollen.

Die Volkswagen-Schwestermarken Audi und Lamborghini schicken 2019 Evo-Versionen ihrer erfolgreichen GT3-Sportwagen in die 14 Saisonrennen. Diese erscheinen parallel zu den überarbeiteten Straßenversionen des Audi R8 und Lamborghini Huracán, von denen sie auch Designelemente übernommen haben.

Die Ingolstädter legten beim 2019er R8 LMS das Hauptaugenmerk auf Optimierungen bei Aerodynamik und Kühlung. Das Ziel dabei war es, ein konstanteres Fahrverhalten in unterschiedlichsten Einsatzbereichen zu erreichen. Zudem sollen Änderungen an Getriebe und Kupplung die Haltbarkeit der Kraftübertragung erhöhen. "Wir haben uns auf jene Bereiche konzentriert, die für den Kunden einen Unterschied ausmachen. Ziel war es nicht, schnellere Rundenzeiten zu ermöglichen", erklärt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing.

Auch bei Lamborghini standen bei der Entwicklung des Huracán GT3 EVO ein verbessertes Fahrverhalten und eine Verringerung der Betriebskosten im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit Dallara wurde ein Aeropaket entwickelt, das den Anpressdruck deutlich erhöht und so die Stabilität verbessert und die aerodynamische Nickempfindlichkeit verringert. Am prägnantesten ist hier der Splitter mit ausgeprägter Vorderkante sowie der vordere Stoßfänger mit zwei neuen seitlichen Vertiefungen für zwei große Flics. Zudem erhält der Evo-Huracán eine überarbeitete Vorderradaufhängung und Hinterachse sowie einen neuen Überrollkäfig, eine elektrohydraulische Servolenkung und ein weiterentwickeltes Renn-ABS.

Sowohl beim Audi als auch beim Lamborghini können die bestehenden Modelle mit einem Evo-Kit auf die neueste Entwicklungsstufe aufgerüstet werden.

Unverändert treten dagegen 2019 die GT3-Sportwagen von BMW, Corvette, Ferrari und Mercedes-AMG an.

Saison 2019