Christian Engelhart und Michael Ammermüller erhielten maßgeschneiderte Sakkos von herrenausstatter.de Foto: ADAC GT Masters
Christian Engelhart und Michael Ammermüller erhielten maßgeschneiderte Sakkos von herrenausstatter.de Foto: ADAC GT Masters

Notizen aus Oschersleben

Wissenswertes vom Finallauf des ADAC GT Masters

Das Saisonfinale des ADAC GT Masters in Oschersleben lieferte zahlreiche interessante Geschichten. Ein Blick in das Notizbuch.

Besondere Ehre für neue Meister
Bei der Meisterehrung in Oschersleben gab es eine besondere Auszeichnung für Michael Ammermüller und Christian Engelhart. Die neuen Titelträger wurden in den ADAC GT Masters Club of Champions aufgenommen, den ADAC GT Masters-Partner herrenausstatter.de gemeinsam mit dem ADAC präsentiert. Den Porsche-Piloten wurden maßgeschneiderte Sakkos mit aufgestickten Clubabzeichen und goldenem Innenfutter überreicht, die exklusiv für die Mitglieder des ADAC GT Masters Club of Champions angefertigt werden.

Glückwünsche von Porsche
Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport, freute sich über den Titelerfolg von SSR Performance und gratulierte dem Rennstall aus München: "Das hochkarätige Konkurrenzumfeld im ADAC GT Masters verlangt von allen Teilnehmern größten Einsatz. Umso mehr freut es mich für unser Kundenteam SSR Performance, dass sie bereits in ihrer Debütsaison mit dem 911 GT3 R den Titel erringen konnten. Michael Ammermüller, der dreimalige Champion aus dem Porsche Supercup, hat zudem seine außergewöhnliche Erfahrung mit dem Elfer ausspielen können."

Fairer Sportsmann
Auch Gottfried Grasser gehörte zu den Gratulanten des neuen Champions Christian Engelhart. Der Bayer war von 2016 bis 2019 für das GRT Grasser Racing Team im ADAC GT Masters gestartet und hatte in diesem Zeitraum einen Vizetitel und sechs Siege eingefahren. "Ich möchte Christian zur Meisterschaft gratulieren. Es ist schön zu sehen, wenn unsere ehemaligen Fahrer auf ihrem weiteren Weg erfolgreich sind", so Grasser.

Siegervielfalt 1
Mit dem Triumph von Philip Ellis und Raffaele Marciello im Sonntagsrennen in Oschersleben schafften insgesamt 24 Fahrer von zwölf Teams in dieser Saison den Sprung auf die oberste Podeststufe. Zehn Piloten holten dabei ihren Premierensieg im ADAC GT Masters.

Siegervielfalt 2
Gleich sechs Hersteller holten in dieser Saison in den 14 Rennen mindestens einen Sieg. Am erfolgreichsten waren Porsche und Mercedes-AMG mit jeweils 4 Triumphen.

Porsche-Podeste
Zwar verpasste Porsche-Pilot Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport) am Ende knapp den Titel, doch in einer Liste der Saison liegt der Bayer ganz vorn: Seine sieben Podestplätze sind Jahresbestwert. "Das zeigt, wie gut unser Porsche auf jeder Strecke im Kalender funktionierte", so der Vizechampion. "Unser Team hat einen tollen Job gemacht, ich bin extrem stolz auf das, was wir dieses Jahr wieder zusammen erreichen konnten."

Starkes Debüt von Toksport WRT
Auch Maro Engel war mit dem Saisonverlauf zufrieden. Zusammen mit Luca Stolz wurde der Mercedes-AMG-Pilot in der Premierensaison von Toksport WRT Gesamtdritter. "Alle im Team sind mit hoch gesteckten Zielen in die Saison gegangen, das hat man von Beginn an gemerkt. Das Fahrzeug war top vorbereitet und wir haben vor den ersten Rennen aufschlussreiche Tests absolviert. Auch personell war das Team hervorragend aufgestellt, von den Ingenieuren über die Mechaniker bis hin zur Teamführung. Das hat sich dann auch in den Ergebnissen widergespiegelt. Schade, dass wir den Titel am Ende knapp verpasst haben, aber dennoch war es eine sehr starke Saison."

Zufriedenheit bei Schütz
Auch wenn Schütz Motorsport in Oschersleben mit den Plätzen 18 und 16 zwei Mal knapp ohne Punkte blieb, zog Teamchef Christian Schütz eine positive Saisonbilanz: "Unser Ziel haben wir absolut erreicht. Wir wollten beweisen, dass wir trotz des anfänglichen Erfahrungsrückstandes vorn mitfahren können und das haben wir geschafft. Der Sieg am Sachsenring war natürlich das absolute Highlight und eine schöne Belohnung für die Mühen."

Vorfreude auf 2021
Schubert Motorsport hofft auch im kommenden Jahr im ADAC GT Masters am Start zu sein. "Die Comeback-Saison war für das Team sehr intensiv", bilanzierte Teamchef André Schubert. "Wir sind mit drei Newcomern in das Jahr gestartet und mussten den Erfahrungsrückstand mit dem BMW M6 GT3 auf den Rennstrecken im ADAC GT Masters aufholen. Das ist uns gelungen und wir würden uns freuen, im kommenden Jahr daran anzuknüpfen."

Fortschritte erkennbar
Audi-Sport-Pilot Pierre Kaffer, im dritten Jahr hintereinander im ADAC GT Masters mit Elia Erhart am Start, fand zum Saisonabschluss lobende Worte: "Im Vergleich zu den beiden Vorjahren sind wir 2020 viel näher an die Top-Fahrzeuge im ADAC GT Masters herangerückt. Das gibt uns unheimlich viel Selbstvertrauen für die Zukunft. Generell haben wir in dieser Saison sehr viel dazugelernt und trotz zwischenzeitlicher Rückschläge teamseitig immer zusammengehalten. Der Gewinn der Pirelli-Trophy-Wertung war sicherlich unser größter Erfolg und freut mich speziell für Elia Erhart sehr. Ein großes Dankeschön möchte ich auch noch an den ADAC richten, der uns trotz der Coronakrise sieben Veranstaltungen ermöglicht hat. Wir sind alle extrem glücklich darüber, vielen Dank für diesen Einsatz!"

Gelungener Saisonabschluss
BWT Mücke Motorsport gelang in Oschersleben das beste Ergebnis der Saison. Stefan Mücke und Ricardo Feller holten beim Finale die Plätze 7 und 10, zudem holte Feller am Samstag den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung. "Ein positives Wochenende", so Mücke. "Wir haben an den letzten drei Rennwochenenden einen Aufwärtstrend verzeichnet, nachdem wir uns umstrukturiert haben. Es war insgesamt ein turbulentes Wochenende, aber wir haben uns aus allem herausgehalten. Wir sind saubere Rennen gefahren und hatten ein konstant schnelles Auto. Das war der Schlüssel für die zwei Top-10-Platzierungen."

Starke Statistik
Audi-Fahrer Rolf Ineichen vom Team WRT schaffte am Sonntag nicht nur den Sprung auf das Gesamtpodium, sondern holte in Oschersleben auch seine Klassensiege fünf und sechs in der Pirelli-Trophy-Wertung - was einer Siegquote von 60 Prozent entspricht. Im Kampf um den Klassentitel hatte der Schweizer jedoch keine Chance, da er bei vier der insgesamt 14 Rennen nicht antrat.

Zakspeed: 2021 voll angreifen
Für Zakspeed ging in dieser Saison eine Durststrecke zu Ende. Erstmals seit 2016 holte der Traditionsrennstall wieder einen Sieg. Daran will das Team anknüpfen. "In Oschersleben ging für uns eine von vielen Höhen und Tiefen geprägte Saison zu Ende", so die Teamchefs Peter und Philipp Zakowski. "Wir konnten siegen und haben am Lausitzring den 482. Rennsieg in unserer Geschichte eingefahren, wir mussten aber auch mit einigen Rückschlägen und Ausfällen klarkommen. Wir möchten uns an dieser Stelle beim ganzen Team bedanken, das wirklich einen tollen Job gemacht hat. Und auch bei allen Partnern, die uns in dieser schwierigen Saison und unter den aktuell herrschenden Bedingungen immer die Treue gehalten haben. Wir werden uns jetzt im Winter intensiv auf die nächste Saison vorbereiten und dann nächstes Jahr wieder voll angreifen."

Saison 2021