Markus Pommer startete 2019 in der Corvette und im Audi Foto: ADAC GT Masters
Markus Pommer startete 2019 in der Corvette und im Audi Foto: ADAC GT Masters

Notizen vom Sachsenring

Wissenswertes vom Saisonfinale des ADAC GT Masters

Das letzte Rennwochenende des ADAC GT Masters lieferte zahlreiche interessante Geschichten. Ein Blick in das Notizbuch.

Erfolgreiches Wochenende 1: Bis zum Samstagsrennen auf dem Sachsenring musste das Mann-Filter Team HTP - 2018 noch Teamchampion - warten, bis der langersehnte erste Saisonsieg heraussprang. Und diesen holten Indy Dontje und Maximilian Götz von der Pole-Position aus in dominanter Form: Mit einem Vorsprung von fast 32 Sekunden war es der klarste Sieg des Jahres und der drittdeutlichste in der "Liga der Supersportwagen" überhaupt. "Den hat sich die gesamte Mannschaft absolut verdient", freute sich Teamchef Norbert Brückner. Wir waren oft nah dran, und immer ging etwas schief. Der Sieg war Balsam auf die Seele meiner Mannschaft, die nie aufgegeben hat."

Achtbar: Indy Dontje und Maximilian Götz waren die achte Fahrercrew, die 2019 einen Sieg im ADAC GT Masters geholt hat.

Erfolgreiches Wochenende 2: Nach einer schwierigen Saison feierte das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing auf dem Sachsenring einen versöhnlichen Saisonabschluss. Am Samstag holten Mick Wishofer und Kelvin Snoeks im Mercedes-AMG GT3 als Dritte den ersten Podestplatz der Saison für das Team aus Niederzissen. Am Sonntag legten Jimmy Eriksson und Daniel Keilwitz mit Platz zwei noch einmal nach. "Wir hatten es nicht immer leicht in dieser Saison, aber am Ende konnten wir einen ganz klaren Aufwärtstrend erkennen und haben zu alter Stärke zurückgefunden. Wir werden versuchen den Aufwärtstrend mit in die nächste Saison zu nehmen, damit es dort von Anfang an besser läuft", so die beiden Geschäftsführer Peter und Philipp Zakowski.

Siegertyp 1: Corvette-Pilot Sven Barth gelang es am Sachsenring erstmals in dieser Saison, in beiden Rennen die Pirelli-Trophy-Wertung zu gewinnen. Für den bereits vor dem Wochenende als Gesamtsieger der Kategorie für nicht-professionelle Fahrer feststehenden Deutschen waren es die Klassensiege sieben und acht.

Siegertyp 3: Auch die Pirelli-Junior-Wertung stand beim Finale im Zeichen eines Fahrers. Mit zwei Klassensiegen überholte Audi-Pilot Max Hofer noch seinen Montaplast by Land-Motorsport-Teamkollegen Ricardo Feller und sicherte sich den begehrten Titel in der Nachwuchswertung.

Nachwuchsschule: Zum dritten Mal in vier Jahren holte ein Fahrer von Montaplst by Land-Motorsport den Titel in der Pirelli-Junior-Wertung. Vor dem diesjährigen Champion Max Hofer waren dies Sheldon van der Linde (2018) und Connor De Phillippi (2016).

Zwei Mal Vizechampion: Orange1 by GRT Grasser beendete die Saison als Zweiter der Teamwertung, zudem sicherten sich Mirko Bortolotti und Christian Engelhart Gesamtplatz zwei bei den Fahrern - beides die bisher jeweils beste Jahresendplatzierungen für das Team aus Österreich. Trotzdem war Teamchef Gottfried Grasser nicht ganz zufrieden - zumal sein Team noch im Samstagsrennen die Führung bei den Teams erobert hatte: "Ich muss zugeben, dass das Meisterauto im Vergleich zu uns einfach einen Ticken stärker war. Das gesamte Wochenende ist nicht ganz so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben es nicht ganz auf den Punkt gebracht. Aber unter dem Strich sind es immer noch 17 Teams, die wir hinter uns gehalten haben und 32 Fahrerpaarungen, die hinter Mirko und Christian gelandet sind. So schlecht ist das also definitiv nicht."

Pole-Premiere: Indy Dontje sicherte sich am Samstag im Mercedes-AMG GT3 vom Mann-Filter Team HTP seine erste Pole-Position im ADAC GT Masters. Der Niederländer war der zehnte Fahrer, der 2019 von Platz eins ins Rennen startete. Für Mercedes-AMG war es die 20. in der Serie.

Klare Angelegenheiten: In beiden Rennen gab es einen Start-Ziel-Sieg. Sowohl Indy Dontje und Maximilian Götz als auch Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde gaben bei ihren jeweiligen Siegesfahrten auch während des Boxenstoppfensters nicht die Führung ab.

Doppelstarter: Mit Christer Jöns und Marvin Dienst gab es am Sachsenring zwei Piloten, die sowohl im ADAC GT Masters als auch in der ADAC GT4 antraten. Während Jöns dabei vom Audi von EFP Car Collection by TECE in einen McLaren von Dörr Motorsport wechselte, blieb Dienst Mercedes-AMG und Schütz Motorsport treu.

Markenwechsel: Zwei Piloten starteten 2019 im ADAC GT Masters auf verschiedenen Marken: Wegen der Nichtteilnahme von Callaway Competition wechselte Markus Pommer für das Finale zu Aust Motorsport und pilotierte damit nach der Corvette C7 GT3-R einen Audi R8 LMS. Daniel Keilwitz startete die Saison im Aston Martin Vantage GT3 von Propeak Performance und saß in Hockenheim und auf dem Sachsenring im Mercedes-AMG vom Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing.

Erfolgsmodell: Der Sieg von van der Linde und Niederhauser war der insgesamt 15. für die zweite Generation des Audi R8 LMS und der vierte für die seit diesem Jahr eingesetzte Evo-Version.

Saison 2020