Mücke setzte 2018 erstmals drei Audi R8 LMS ein Foto: ADAC GT Masters
Mücke setzte 2018 erstmals drei Audi R8 LMS ein Foto: ADAC GT Masters

Peter Mücke: Aufsteigende Tendenz

BWT Mücke Motorsport zieht nach zweiter Saison im ADAC GT Masters positive Bilanz

Im hart umkämpften Feld feierten die Berliner zahlreiche Erfolge und zählten in beinahe allen Rennen zum Kreis der Podestkandidaten.

Erstmals ging das Team mit drei Audi R8 LMS an den Start und setzte beim Fahrerkader erneut auf Talentförderung. Jeweils ein aufstrebender Nachwuchspilot teilte sich das Auto mit einem erfolgreichen Profi. So startete Jeffrey Schmidt mit Ford-Werkspilot Stefan Mücke und dessen Vertretung, DTM-Star Jamie Green, im BWT Audi R8 LMS #26. Ricardo Feller ging mit Audi-Sport-Fahrer Christopher Haase im BWT Audi R8 LMS #25 an den Start und Mike David Ortmann teilte sich das Cockpit des kfzteile24 Audi R8 LMS #24 mit Audi-Sport-Fahrer Markus Winkelhock.

Bereits am zweiten Rennwochenende der Saison war es so weit: BWT Mücke Motorsport feierte in Most den ersten Sieg 2018. Es war ein ganz besonderer Erfolg. Zwar stand die Mannschaft in der Debütsaison 2017 bereits zwei Mal ganz oben auf dem Podium, doch in Tschechien gelang es erstmals mit dem Audi R8 LMS. Dem vorausgegangen war die Pole-Position von Schmidt. Im BWT Audi R8 LMS #26 setzte er die schnellste Rundenzeit des Qualifyings und bescherte BWT Mücke Motorsport damit die erste Pole-Position seit dem Einstieg ins ADAC GT Masters.

BWT Mücke Motorsport trug sich mit dieser Pole-Position und dem späteren Sieg in die Geschichtsbücher ein. Da das ADAC GT Masters zum ersten Mal auf dem Autodrom Most unterwegs war, ist die Mannschaft erster Pole-Setter und Sieger der Serie auf dieser Rennstrecke.

Der Sieg in Most war für Schmidt und Mücke der erste Triumph im ADAC GT Masters überhaupt. Für Stefan Mücke dazu ein ganz besonderer: Nach über 17 Jahren holte er wieder einen Erfolg für das eigene Team. Das war dem Sohn von Teamchef Peter Mücke zuletzt 2001 in Hockenheim gelungen. Dort gewann er in der deutschen Formel 3 und wurde Vizemeister. interessanter Fakt: Die zwei Siege holte Mücke trotz des großen zeitlichen Abstands mit demselben Renningenieur!

In Zandvoort gelang ein lang ersehntes Kunststück: Zum ersten Mal in der Geschichte von BWT Mücke Motorsport im ADAC GT Masters fuhren alle Audi R8 LMS des Teams in die Top-10. Im zweiten Lauf des Wochenendes kamen die drei Duos auf den Rängen sechs, sieben und neun ins Ziel - dabei waren Feller und Haase in der #25 bester Audi des gesamten Feldes. Insgesamt gelang es BWT Mücke Motorsport viermal, den besten von insgesamt 13 Audi des ADAC GT Masters zu stellen.

Am Nürburgring endete eine lange Durststrecke für den Audi R8 LMS #24 mit dem heiß ersehnten Podium. An der Performance scheiterte es selten, stattdessen fehlte immer wieder das letzte Quäntchen Glück. Das war im zweiten Lauf in der Eifel bereits im Qualifying an Bord, als Winkelhock auf Platz zwei nach vorne stürmte - nur 82 Tausendstelsekunden fehlten ihm zur Pole Position. Im Rennen hielt der ehemalige Formel-1- und DTM-Pilot die Position ohne Probleme in Schach. Nach dem Fahrerwechsel kämpfte Ortmann unablässig, musste sich eine Runde vor dem Ziel allerdings doch dem Verfolger geschlagen geben. Unter dem Jubel des gesamten Teams überquerte er die Ziellinie auf Rang drei. Für Ortmann neben seinem ersten Podium im ADAC GT Masters auch der erste Sieg in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren.

BWT Mücke Motorsport zählte in nahezu jedem Rennen zu den Anwärtern auf die Podiumsplatzierungen. Dass es im zweiten Rennen auf dem Sachsenring geklappt hat, hätte im Vorfeld aber wohl niemand auch nur zu träumen gewagt. Der BWT Audi R8 LMS #26 startete nämlich von Platz 18! Von dort aus machte Mücke in seinem Stint einige Positionen gut und bog dank einer perfekten Strategie und dem nötigen Quäntchen Glück erst kurz vor Ende des Boxenstopp-Zeitfensters zum Fahrerwechsel ab. Währenddessen kam das Safety Car auf die Strecke und Schmidt verließ die Box auf Rang fünf. Damit nicht genug: Trotz einer Berührung im Duell mit einem Konkurrenten kam er noch bis auf Rang drei nach vorne und hatte zeitweise sogar Chancen auf den Rennsieg.

An drei Wochenenden griff niemand geringerer als DTM-Pilot Jamie Green bei BWT Mücke Motorsport ins Lenkrad. Mit Freude vertrat der Brite Stammpilot Mücke, der in Oschersleben, am Red Bull Ring sowie in Zandvoort durch sein Engagement als Ford-Werkspilot in der World Endurance Championship verhindert war. Zweimal gelang es Green zusammen mit Schmidt im BWT Audi R8 LMS #26, in die Punkte zu fahren. Der 36-Jährige war 2018 der einzige DTM-Pilot, der im ADAC GT Masters an den Start ging.

Eines der wichtigsten Themen für BWT Mücke Motorsport ist das Suchen und Unterstützen junger Talente im Motorsport. Diesem Ziel ist Peter Mücke auch 2018 treu geblieben. In allen drei Autos fuhr ein Routinier gemeinsam mit einem Junior-Piloten. Der Erfolg spricht für sich: In 14 Saisonrennen feierte die Mannschaft zwei Siege und insgesamt zehn Podiumsplatzierungen in der Nachwuchswertung. In der Meisterschaft landeten mit Platz vier für Feller, Platz sechs für Schmidt und Platz sieben für Ortmann alle drei Piloten in den Top-10.

Der BWT Audi R8 LMS #26 absolvierte 2018 alle 493 Rennrunden des ADAC GT Masters. Das ist nur einem anderen Konkurrenten gelungen. Dass Schmidt mit seinen wechselnden Teamkollegen Green und Mücke in jedem der 14 Rennen die Ziellinie sah, hat er der Zuverlässigkeit seines Audi R8 LMS sowie seiner umsichtigen Fahrweise zu verdanken.

Teamchef Peter Mücke bilanziert: "Wir haben im Verlauf der Saison in allen Bereichen eine aufsteigende Tendenz gesehen. Besonders die Performance der jungen Piloten stimmt mich positiv. Zu Beginn hatten sie noch ihre Schwierigkeiten in den Qualifyings. Von Rennen zu Rennen war hier eine klare Steigerung zu erkennen. Insgesamt ist die Meisterschaft sehr hart und von guter Qualität. Selbst wenn du auf Platz zehn oder 15 liegst, hast du etwas gekonnt."

Quelle: Team

Saison 2019