Robert Renauer kämpfte bis zum letzten Rennen um den Titel Foto: ADAC GT Masters
Robert Renauer kämpfte bis zum letzten Rennen um den Titel Foto: ADAC GT Masters

Renauer: Freude über den Vizetitel

Mehr als 20 andere Fahrer wären heilfroh

Porsche-Pilot Robert Renauer ist zufrieden über das Erreichte in der ADAC GT Masters-Saison 2013.

Hätte man Porsche-Pilot Robert Renauer vor dem Saisonstart gesagt, dass er bis zum letzten Rennen um den Titel im ADAC GT Masters kämpft und seine zweite volle Saison in der "Liga der Supersportwagen" als Vizechampion beendet, hätte der Bayer wohl sofort unterschrieben. "Ich bin sehr froh darüber, wie die Saison gelaufen ist", sagt Renauer mit einigen Wochen Abstand zum Saisonfinale. "Man muss sich auch über zweite Plätze freuen können, denn das ist auch ein großer Erfolg."

Renauer fuhr sich mit Teamkollege Martin Ragginger und dessen Vertretung Michael Christensen mit bestmöglicher Konstanz im Porsche 911 GT3 R bis in den Titelkampf. Auf dem Lausitzring holten Renauer und Ragginger den einzigen Saisonsieg für Porsche, nach dem ersten Rennen auf dem Slovakia Ring übernahm Renauer sogar kurz die Tabellenführung. Beim Finale in Hockenheim konnte der Porsche-Pilot den Rückstand in der Tabelle auf die Champions Alessi und Keilwitz nicht mehr wettmachen.

Renauer trauert als Vizemeister aber nicht dem verlorenen Titel nach, sondern freut sich über das Erreichte. "Ich denke, wir haben das Maximale herausgeholt. Es gibt rückblickend wenige Situationen, wo bei uns wirklich etwas falsch gelaufen ist. Am Red Bull Ring waren die Porsche aufgrund der neuen breiteren Vorderachse und der Aerodynamik nicht mehr so schnell wie im Vorjahr, dort haben wir etwas Punkte liegen gelassen. Und am Sachsenring wäre für uns sicherlich auch noch mehr drin gewesen. Aber wir haben insgesamt sehr gute Ergebnisse eingefahren und waren sehr konstant. Und einen Nuller kann man immer mal dazwischen haben."

Renauer ist bei Tonino powered by Herberth Motorsport nicht nur Fahrer, sondern gemeinsam mit Zwillingsbruder Alfred auch Teamchef. "Innerhalb der Woche kümmern Alfred und ich uns um das Geschäft", erzählte der 28-jährige. "An den Rennwochenenden sind wir organisatorisch gut aufgestellt. Wir sind dann nur Rennfahrer und können uns rein auf den Sport konzentrieren. Wir haben ein tolles Team hinter uns und jeder versucht pausenlos, seinen Teil zum Erfolg beizutragen."

In Hockenheim beim Saisonfinale kämpfte Renauer erstmals in seiner Karriere um einen Titel. "Die Ausgangslage vor dem Finale war natürlich sehr schwierig, aber dennoch habe ich natürlich auf den Titel gehofft. Nach dem Qualifying sind diese Hoffnungen aber schnell verfolgen, denn unsere Startplätze waren nur durchschnittlich. Aber immerhin hat es zum Vizetitel erreicht. In so einer hart umkämpften Meisterschaft wie dem ADAC GT Masters bedeutet das schon etwas. Ich bin mir sicher, es gibt mehr als 20 andere Fahrer in der Serie, die wären mehr als heilfroh, am Jahresende Zweiter sein".

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die kommende Saison bei den Renauer-Zwillingen schon auf Hochtouren, nur unterbrochen von einem kurzen Abstecher nach Asien zum Macao-Grand-Prix. "Im ADAC GT Masters fühlen wir uns sehr gut aufgehoben. Aber wie immer zu diesem Zeitpunkt ist es noch zu früh, um über Konkretes für die kommende Saison zu sprechen."

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