Im Paarlauf: die beiden „Pink Panther“ von BWT Mücke Motorsport Foto: ADAC GT Masters
Im Paarlauf: die beiden „Pink Panther“ von BWT Mücke Motorsport Foto: ADAC GT Masters

Saisonstart nach Maß: Podium für Mücke

Berliner Team holt Top-3-Ergebnis beim ADAC GT Masters-Saisonauftakt

Jeffrey Schmidt und Christopher Haase fahren für BWT Mücke Motorsport beim ersten Saisonlauf in Oschersleben auf das Podium.

Raketenstart: Ein Saisonstart wie gemalt glückte Schmidt und Haase im Audi R8 LMS #25 im Samstagslauf. Jeffrey Schmidt fuhr im chaotischen Qualifying trotz mehrerer Unterbrechungen auf Rang sieben und hielt diese Position trotz eines kleinen Ausrutschers auch im Rennen. Bereits kurze Zeit nach dem Fahrerwechsel auf Christopher Haase sollte das Rennen allerdings Fahrt aufnehmen, denn der Himmel öffnete seine Schleusen. Abgebrüht ließ sich der erste Champion des ADAC GT Masters nicht aus der Ruhe bringen und arbeitete sich Position für Position nach vorne, bis er schließlich auf Rang drei die Ziellinie überquerte. Das erste Saisonpodium im ersten Rennen des Jahres und zudem der Sieg für Schmidt in der Juniorwertung. Der Sonntag begann mit einem verregneten Qualifying und Startplatz zehn für Haase. Am Start arbeitete er sich direkt zwei Positionen nach vorne, erntete dafür allerdings eine 5-Sekunden-Strafe für eine inakkurate Position während des Startprozedere. Eine Strafe, die die Mannschaft zähneknirschend hinnahm und während des Stopps die zusätzlichen Sekunden absaß und sechs Positionen einbüßte. So war Rang elf und die schnellste Runde für Haase zumindest ein Trostpflaster für ein Rennen, das unter normalen Umständen unter den Top-5 hätte enden können.

Einstand geglückt: Neuzugang Nicolaj Rogivue absolvierte seine erste Herausforderung im Audi R8 LMS #26 sofort mit Bravour. Im Samstagsqualifying ließ sich der 22-Jährige von drei Rot-Phasen nicht beeinträchtigen und qualifizierte sich im hart umkämpften Feld in die Top-10. Am Start machte der Schweizer nochmals zwei Positionen gut und übergab schließlich auf Rang acht an Teamkollege Stefan Mücke. Nach mehreren unverschuldeten Kontakten mit einem Konkurrenten lief das Auto jedoch nicht mehr rund, so kämpfte Mücke beim stark einsetzenden Regen mit stumpfen Waffen und kam schließlich auf Rang 13 ins Ziel. Im Qualifying für den zweiten Lauf kämpfte Mücke mit dem Peak der Reifen und musste sich im nassen Oschersleben mit Startplatz 23 begnügen. Was daraus folgte, war eine starke Aufholjagd bis auf Platz 14 – und Punkte für die Nummer 26.

„In meinem Qualifying waren leider die Bedingungen recht schwierig und ich konnte die Reifen nicht richtig nutzen“, so Stefan Mücke. „Im Rennen ging es zumindest einige Plätze nach vorne und wir haben es in die Punkte geschafft. Im ADAC GT Masters ist es essentiell, im Qualifying vorne zu stehen, weil das Feld so eng beisammen ist. Daran werden wir bei unseren anstehenden Testfahrten arbeiten, um für Most perfekt vorbereitet zu sein und an unsere Erfolge aus dem vergangenen Jahr anschließen zu können.“

Aufholjagd deluxe: In beiden Läufen in Oschersleben zeigten Ortmann und Winkelhock, dass ihnen im Renntrimm nicht so leicht jemand etwas vormacht. Zusammengerechnet arbeiteten sich die beiden in ihrem kfzteile24 Audi R8 LMS #24 im engen Feld des ADAC GT Masters um 15 Positionen nach vorne. Für das erste Rennen hatte Ortmann sich auf Rang 18 qualifiziert, das Rennen beendete das Duo am Ende auf Rang zwölf. Am Sonntag fuhr Winkelhock im Zeittraining Startplatz 19 heraus, die Ziellinie überquerten sie auf dem zehnten Rang und damit sogar innerhalb der Top-10. „Das Wochenende verlief leider nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe“, bilanzierte Winkelhock. „In den Qualifyings fehlte uns schon einiges an die Spitze. Im ADAC GT Masters ist es grundsätzlich nicht leicht, zu überholen. Hinzu kommt noch das Streckenlayout hier in Oschersleben, das es umso schwieriger macht. Daher war uns schon klar, dass wir uns nicht so stark hätten verbessern können. Mit der Aufholjagd im zweiten Rennen von P19 auf den zehnten Platz haben wir definitiv das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Wir haben ein paar Änderungen am Auto vorgenommen und es hat sich gleich viel besser angefühlt. Das ist auch das, was wir von diesem Wochenende mitnehmen und ich hoffe, wir können das in Most entsprechend umsetzen.“

Starke Teamleistung: In beiden Rennen hatte BWT Mücke Motorsport alle Audi R8 LMS im Ziel, damit aber nicht genug. Alle Piloten fuhren in die Punkteränge und Schmidt liegt aktuell auf Rang drei der Juniorwertung. Auch das Team hatte allerhand Grund zur Freude. Die gesammelten Zähler spülten die Mannschaft auf Rang drei der Teamwertung.

Quelle: Team

Saison 2019