Porsche-Teamchef Christian Schütz zieht im Interview Bilanz Foto: ADAC GT Masters
Porsche-Teamchef Christian Schütz zieht im Interview Bilanz Foto: ADAC GT Masters

Schütz Motorsport: Vollgas auf dem Weg nach oben

Porsche-Teamchef Christian Schütz zieht im Interview Bilanz

Die Porsche-Mannschaft von Christian Schütz hat sich im ADAC GT Masters als eines der erfolgreichsten Teams etabliert. Teamchef Schütz blickt nach vorn.

Das GW IT Racing Team Schütz Motorsport hat sich fest im ADAC GT Masters etabliert. In der Saison 2014 kämpfte Schütz-Pilot Jaap van Lagen bis zum Finale um den Titel und beendete die Saison als Vizechampion. Seit 2012 gelangen dem Team Christian Schütz sechs Siege mit dem Porsche 911 GT3 R. Im Interview zieht Teamchef Christian Schütz Bilanz.

Als eines der kleinsten Teams im ADAC GT Masters habt ihr bis zum Finale um den Titel gekämpft. Wie fällt die Bilanz der Saison aus, nun mit etwas Abstand zum letzten Rennen?
Christian Schütz: "Wir haben nach dem schwierigen Jahr 2013 die richtigen Schlüsse gezogen und unsere Prozesse optimiert. Wir haben mit dem Team einen guten Schritt nach vorn und in die richtige Richtung gemacht. Leider hat es am Ende nicht ganz zum Titel gereicht. Vielleicht hat uns hier und da ein wenig das Glück gefehlt. Ich denke, es geht nicht um die Größe des Teams, sondern um Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und die Ressourcen, die zur Verfügung stehen. Wir sind ein Beispiel dafür, dass Geld allein nicht immer um die Meisterschaft fährt. Der Erfolg gibt uns Recht, denn in der Zwischenzeit kämpfen wir mit den europäischen Topteams auf Augenhöhe. Damit haben wir unsere Zielstellung, die wir uns beim Debüt 2012 gesetzt haben, erreicht. Wir können uns aber noch steigern. Dabei geht es nicht allein darum, Rennen zu gewinnen, sondern vielmehr unser Kundensportangebot zu optimieren. Das heißt: Wir wollen unsere Erfahrungen aus dem professionellen Motorsport an unsere Kunden weitergeben und uns als Team damit weiterentwickeln."

Es gibt Schütz Motorsport nun seit vier Jahren, wie beurteilen Sie die Entwicklung?
"Unser Motto entspricht der Auffassung von Ferdinand Piech: "Mit Vollgas auf dem Weg nach oben." Wir sind natürlich immer auf das Ziel fokussiert. Ein Zurückblicken findet bei uns gar nicht so oft statt. Deshalb muss ich schon mal schmunzeln, wenn ich mich erinnere, wie wir angefangen haben. Ich erschrecke selbst, wie rasant es vorwärts geht, auch wenn wir manchmal an unsere Grenzen stoßen. Schauen wir auf unseren Plan, den wir mit unserem Debüt 2012 aufgestellt haben, befinden wir uns derzeit auf Halbzeitkurs."

Wie sieht die Zukunft von Schütz Motorsport aus?
"Unser Ziel ist es, uns in der GT3-Szene nachhaltig zu etablieren und unseren Kundensport weiter auszubauen. Wir sind natürlich eng mit der Marke Porsche verbunden. Ganz klar haben wir mit den Autos die meiste Erfahrung, aber sind auch anderen Marken gegenüber aufgeschlossen und betreuen für einen Kunden auch einen Audi R8 LMS ultra."

Wie lauten die Pläne für 2015?
"Wir führen bereits erste Gespräche und konzentrieren uns zunächst darauf, unsere Fahrerplätze mit interessierten Kunden zu besetzen. Momentan prüfen wir alle Einsatzmöglichkeiten vom ADAC GT Masters bis hin zum Porsche Carrera Cup Deutschland. Wir setzen dabei auf Klasse statt Masse und wollen in den Serien und Klassen, in denen wir antreten, siegfähig sein."

Wie schaut es mit der Fahrerpaarung in der Profiklasse aus?
"Wir legen viel Wert auf die bestmögliche Fahrerpaarung. Aber leicht wird es 2015 nicht. Wenn wir die vergangene Saison betrachten, hatten wir das Glück, mit den besten "Porsche Spezialisten" wie Christian Engelhart, Jaap van Lagen, Martin Ragginger, Kévin Estre und Marco Holzer zusammenzuarbeiten Neben einer starken Performance unserer Profis ist aber auch eine perfekte Betreuung unserer Kunden wichtig, die an den Wochenenden vom Know-how der Profis profitieren."

Welches Ziel habt ihr im kommenden Jahr?
"Im kommenden Jahr feiern wir fünf Jahre Schütz Motorsport. Zum Jubiläum ist das Ziel klar: Wir möchten Rennen gewinnen."

Quelle: Team

Saison 2019