© ADAC GT MastersZwei Siege und bester Mercedes-AMG-Pilot: Sebastian Asch

Zweifacher Champion bester Mercedes-AMG-Pilot 2017

Sebastian Asch: Ein positives Jahr

Sebastian Asch im Interview über seine Saison im ADAC GT Masters, in der er mit BWT Mücke Motorsport zwei Siege einfuhr.

Der zweifache Champion des ADAC GT Masters stellte sich in diesem Jahr der Herausforderung, mit Neueinsteiger BWT Mücke Motorsport in der "Liga der Supersportwagen" anzutreten. Bis zum Finale war der Ammerbucher im Titelkampf und beendete die Saison als bestplatzierter Mercedes-AMG-Pilot auf Gesamtrang sechs. Mit den DTM-Stars Lucas Auer und Edoardo Mortara war Asch der einzige "Stern"-Pilot, der in der Saison Siege einfuhr.

Was war Ihr persönliches Highlight in der Saison 2017?
Sebastian Asch: "Ganz klar der Sieg auf dem Nürburgring! Es war mein neunter Sieg im ADAC GT Masters und der erste überhaupt für BWT Mücke Motorsport. Es war einfach mega, die Begeisterung im Team zu sehen. Egal ob im Audi- oder Mercedes-Lager, jeder hat sich unglaublich über diesen Erfolg gefreut. Für mich war es ein super Gefühl, für diesen Meilenstein in der Teamgeschichte gesorgt zu haben. Das zweite Highlight meiner Saison war der Bombenstart vom Red Bull Ring. Ich war von Rang sechs direkt auf Platz drei gekommen in der ersten Kurve - sowas gelingt einem nicht alle Tage. Dieser Start hat dazu beigetragen, dass wir am Ende als Zweite auf dem Podium standen."

Sie sind 2017 erstmals mit BWT Mücke Motorsport angetreten. Wie hat die Zusammenarbeit funktioniert?
"Ich kann nur Positives sagen. Das Team arbeitet sehr strukturiert und wirklich professionell. Sobald Unklarheiten oder Probleme aufgetreten sind, wurden sie koordiniert aussortiert und behoben. Ich hatte von einem Team mit dieser großen Erfahrung im Motorsport aber ehrlich gesagt auch nichts anderes erwartet. Durch die Zusammenarbeit habe ich mich als Fahrer auch noch mal weiterentwickelt und von ihrer strukturierten Arbeitsweise profitiert."

Hat das Team als Neueinsteiger auch von Ihrer Erfahrung als zweifachem ADAC GT Masters-Champion profitiert?
"Natürlich habe ich mein Wissen zu gewissen Strecken und Setup-Ideen einfließen lassen. Gleichzeitig war es eine Umstellung für sie, das Setup - im Gegensatz zur DTM - für zwei Fahrer passend abzustimmen. Auch in diesem Bereich habe ich meine Erfahrungswerte eingebracht. Sicher hilft es auch, dass ich selbst Fahrzeugtechnik-Ingenieur bin und speziell den Mercedes-AMG GT3 schon aus 2016 kenne. Wenn es Probleme gibt, kann ich vielleicht sagen, in welche Richtung es geht. Mir hat die Datenanalyse auch richtig Spaß gemacht. Ich saß oft abends lange mit den Ingenieuren zusammen und habe mit ihnen das Setup ausgearbeitet, weil mich die Daten einfach interessieren. Davon kann ich nicht nur als Rennfahrer, sondern auch als Ingenieur profitieren."

Eine weitere Herausforderung war, dass Sie mit drei unterschiedlichen Teamkollegen unterwegs gewesen sind. War es schwierig, sich auf jeden einzelnen einzustellen?
"Ehrlich gesagt war das ziemlich easy. Natürlich tickt jeder Fahrer ein bisschen anders. Sowohl menschlich als auch in der Zusammenarbeit hat es mit allen drei super geklappt. Unsere Setup-Vorstellungen haben sehr gut harmoniert, und die Aussagen lagen sehr nah beieinander. Das hat mir zusätzlich Bestätigung gegeben, denn Lucas, Edo und Stefan sind alle Werksfahrer und absolute Profis. Letztlich muss ich mich bei allen dreien bedanken. Sie haben bei ihren Einsätzen alles gegeben und waren voll dabei, obwohl es für sie nicht um die Meisterschaft ging."

Wie fällt das Fazit der Saison insgesamt aus?
"Ich blicke durchweg positiv auf das Jahr zurück. Wir waren bis zum Ende im Meisterschaftskampf und das, obwohl BWT Mücke Motorsport ein Neueinsteiger im ADAC GT Masters war. Darüber hinaus habe ich die einzigen beiden Siege mit dem Mercedes-AMG GT3 eingefahren und bin bestplatzierter Mercedes-Fahrer des gesamten Feldes. Mit diesem Ergebnis kann man wirklich zufrieden sein."

Thema Zukunft: Wo sehen wir Sie 2018?
"Im Moment gibt es noch keine näheren Pläne, außer natürlich, dass es wieder GT-Sport sein wird. Es ist noch zu früh, diese Entscheidungen fallen erst über den Winter. Grundsätzlich hätte ich nichts dagegen, wenn es wie bisher weitergehen würde. Ich hatte großen Spaß mit BWT Mücke Motorsport, und das teaminterne Klima mit Mechanikern und Ingenieuren hat gepasst. Der Zusammenhalt war einfach super. Wir waren eine Mannschaft."

Quelle: Fahrer


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