36 Positionen aufgeholt: Sebastian Asch und Luca Ludwig Foto: ADAC GT Masters
36 Positionen aufgeholt: Sebastian Asch und Luca Ludwig Foto: ADAC GT Masters

Sensationelle Aufholjagd von HB Racing

Pech verhinderte mögliche Podiumsplatzierung in Most

Luca Ludwig und Sebastian Asch zeigten in Most, welches Potenzial im Ferrari 488 GT3 von HB Racing steckt.

Nach ein paar herausfordernden Trainingssessions und zahlreichen Umbauarbeiten am Donnerstag und Freitag zahlte sich im Qualifying am Samstagmorgen das Durchhaltevermögen des Teams aus. Ludwig fuhr Startplatz fünf heraus – lediglich drei Zehntel hinter der Spitze. Im Rennen jedoch sofort der Rückschlag: Als Ludwig um Rang drei kämpfte, wurde er von einem Konkurrenten am linken Hinterrad getroffen und von der Strecke gedreht. Das gesamte Feld rauschte am Ferrari 488 GT3 vorbei und Ludwig fand sich auf Rang 28 wieder. Von dort aus starteten er und später Asch eine beeindruckende Aufholjagd bis auf den elften Rang – 17 Positionen gewonnen!

Im zweiten Lauf am Sonntag erhoffte sich das Team endlich das verdiente Top-Ergebnis, doch das Qualifying machte einen Strich durch die Rechnung. Die Reifen waren zu keiner Zeit im richtigen Arbeitsfenster, und so kam Asch nicht über Rang 22 hinaus. Auch hier zeigte sich, wie konkurrenzfähig das Feld des ADAC GT Masters ist, denn dem zweimaligen Champion fehlten zur Spitze lediglich acht Zehntelsekunden. Es war klar: Im Rennen musste zurückgeschlagen werden. Asch zeigte einen starken Start und fand sich nach wenigen Runden bereits auf Rang 14 wieder, übergab Ludwig den Ferrari schließlich auf Platz elf. Dieser zeigte ebenfalls starke Manöver und fuhr als Achter über die Ziellinie. Damit hatte das Duo in den beiden Rennen insgesamt 36 Positionen aufgeholt und die Rennpace des Ferrari 488 GT3 mehr als deutlich unter Beweis gestellt.

Luca Ludwig bilanzierte: „Das Qualifying am Samstag hat super gepasst und wir haben uns sehr über Platz fünf gefreut. Ein großes Lob ans gesamte Team, das so hart dafür gearbeitet hat. Leider ist mir schon kurz nach dem Start die Corvette hinten aufs Rad gefahren. Sie hat sehr früh verzögert, weil sie im Gerangel mit einem anderen Auto war. Ich habe sicherlich 20 bis 25 Meter später gebremst, war direkt neben ihr und zwischen den Kurven sogar vorbei. Aber die Corvette hat sich nochmals in die Ecke reingepresst und ist mir dann aufs Heck gefahren. Für mich hat sie damit klar eine Kollision verursacht und hätte bestraft werden müssen. Es war stark, dass wir von so weit hinten nochmals nach vorne gekommen sind. Die Rennpace war in beiden Rennen top, zumindest damit können wir sehr zufrieden sein.“

Teamkollege Sebastian Asch ergänzte: „Für das Zeittraining am Sonntag hatten wir uns sehr viel vorgenommen, umso enttäuschender war es, dass wir die Reifen nicht richtig ans Arbeiten bekommen haben. Mein Start ins Rennen war einfach mega. So gut und komplett ohne Kratzer am Auto durchs Feld zu kommen, das passiert dir vielleicht in einem von 100 Rennen. Ich hätte an beiden Tagen niemals damit gerechnet, dass wir von so weit hinten tatsächlich noch in die Punkte fahren. Das hat gezeigt, wie stark unser Auto ist und was eigentlich möglich gewesen wäre.“

Quelle: Team

Saison 2019