Diego Alessi und Daniel Keilwitz siegten in Österreich Foto: ADAC GT Masters
Diego Alessi und Daniel Keilwitz siegten in Österreich Foto: ADAC GT Masters

Stimmen nach dem zweiten Rennen

Das sagten die Fahrer des ADAC GT Masters nach Lauf zwei auf dem Red Bull Ring

Alessi, Keilwitz, Götz und Co: Reaktionen aus dem Fahrerlager nach dem Rennwochenende in Österreich.

Diego Alessi (#2 Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3), Sieger: "Das Rennen heute war nicht besonders einfach und wir haben nur Dank unseres sehr guten Topspeeds gewonnen. In einigen Kurven war es hier auch schon sehr schwierig für uns und hätte ich mir nur einen kleinen Fehler erlaubt, hätte ich sicherlich nicht die Führung behalten können. Das Auto war bis zum Ende sehr konstant, allerdings hatte ich etwas Probleme mit dem ABS und damit war die Bremse etwas unberechenbar. Wir hatten das aber schon im Rennen gestern, daher konnte ich mich darauf einstellen. Ich bin so glücklich, ich weiss gar nicht mehr, was ich sagen soll."

Daniel Keilwitz (#2 Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3), Sieger: "Ich musste mich im gesamten Rennen darauf konzentrieren, aus den Kurven gut heraus zu beschleunigen. Das ist unsere Stärke, denn auf der Bremse war der SLS AMG besonders stark. Ich habe dennoch versucht, die Bremse und die Reifen für Diego zu schonen. Der Doppelsieg ist einfach fantastisch."

Maximilian Buhk (#10 Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG), Zweiter: "Der zweite Platz ist toll, für uns ist das Rennen gut gelaufen. Ich war schneller als die Corvette, wollte aber nicht angreifen, denn nach hinten war die Lücke auch groß genug. Das Auto war heute sehr gut, über Nacht haben wir noch mal ein bisschen etwas geändert. Insgesamt war das Wochenende sehr gut für uns, wir liegen jetzt an der Tabellenspitze."

Maximilian Götz (#10 Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3), Zweiter: "Max (Buhk) hatte eine sehr gute erste Rennhälfte, unser Boxenstopp war dann bewusst sehr konservativ. Wir wollten nichts riskieren, denn wir wussten, dass wir heute auf das Podium fahren konnten. Ich habe dann alles versucht, an der Corvette vorbeizukommen. Die Corvette war aber zu schnell auf der Geraden. Im zweiten und dritten Sektor kam ich immer wieder dran, aber dann ist mir Alessi immer wieder weg gefahren. Wir sind nun Tabellenführer, unser Ziel war auf das Podium zu fahren und das haben wir geschafft."

Jeroen den Boer (#12 DB Motorsport-BMW Z4 GT3), Dritter: "Der Start war o.k., aber wir haben halt recht wenig Power, daher sind dann direkt ein oder zwei Gegner vorbei gezogen. Ich konnte aber dranbleiben und als der vor mir liegende Porsche in die Box gefahren ist, habe ich stark gepusht und das hat uns nach dem Boxenstopp auf Rang drei nach vorn gebracht."

Simon Knap (#12 DB Motorsport-BMW Z4 GT3), Dritter: "Es war am Ende extrem eng, denn ich konnte zum Mercedes aufschließen, hatte aber gleichzeitig den Ford GT im Nacken. Mit Rang drei bin ich richtig glücklich."

Rahel Frey (#26 Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), Rang 10: "Wir sind von Position 22 gestartet und haben als Zehnte heute noch einen Punkt geholt, das war eine gute Leistung. Wir hatten einen sehr guten Boxenstopp, allerdings war im Auto im Rennen sehr viel Bewegung mit Über- und Untersteuern, daher war das Auto nicht immer ganz einfach zu fahren. Die Ursache war wohl der Luftdruck. Es ist nicht einfach, genau das Fenster zu finden, in dem die Reifen optimal arbeiten."

Alfred Renauer (#8 Tonino powered by Herberth Motorsport-Porsche 911 GT3 R), Rang elf: "Wir haben ein sehr gutes Rennen gehabt. Den Anschluss an die Spitze habe ich in einer Gelbphase zu Rennbeginn leider etwas verloren, denn ich wollte nichts riskieren und habe viel Tempo herausgenommen. Und wenn einmal der Zug weg ist, kommt man kaum mehr wieder dran."

Mike Parisy (#18 Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3), Rang 14: "Mein Rennen heute war sehr gut, nur leider habe ich eine Durchfahrtsstrafe kassiert, nachdem ich etwas zu schnell in einem Sektor gefahren bin, der unter Gelb gestellt war. Ich bin mit der Corvette immer besser zurecht gekommen, allerdings brauche ich noch etwas Kilometer mit dem Auto, um noch schneller zu sein."

Bernhard Auinger (#43 Grasser Racing-Lamborghini Gallardo FL2), Rang 16: "Ich hatte einen sehr guten Start, was mich sehr gewundert hat, denn es war mein erster Start seit 2006. In der Rauch-Kurve hatte ich dann einen Kontakt mit einem Porsche und es kam zu einem Dreher. Dadurch lag ich weit zurück, konnte aber viele freie Runden fahren und das brauche ich einfach, denn ich bin am Freitag erstmals in das Auto eingestiegen."

René Bourdeaux (#8 Tonino powered by Herberth Motorsport-Porsche 911 GT3 R), Sieger Gentlemen-Wertung: "Gestern im Rennen war ich zu wenig aggressiv, heute habe ich angegriffen. Alfred (Renauer) ist in der Startphase genial gefahren und konnte vor zwei Corvette bleiben, in der zweiten Rennhälfte musste ich nur versuchen, die Position zu verteidigen. Ein wunderbares Rennen und Ergebnis."

Toni Seiler (#18 Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3), Zweiter Gentlemen-Wertung: "Wir haben heute das Beste aus unserem Rennen gemacht, es war nicht einfach. Ich musste mich immer darauf konzentrieren nicht über die weiße Linie der Streckenbegrenzung zu fahren, um eine Strafe zu vermeiden, aber es ging dann von Runde zu Runde besser. Mike (Parisy) hat einen guten Job gemacht, ich bin mit Platz zwei zufrieden."

Gottfried Grasser (#43 Grasser Racing-Lamborghini Gallardo FL2), Dritter Gentlemen-Wertung: "Wir haben am Anfang einen Schupser bekommen und dann eine Durchfahrtsstrafe. Der Lamborghini scheint nun im ADAC GT Masters recht gut zu funktionieren, zumindest bei den Temperaturen an diesem Wochenende, darüber bin ich sehr glücklich. Der Ausfall von Hari (Proczyk) und Gerhard (Tweraser) war sehr schade, ich glaube die Beiden hätten heute die Chance auf ein richtig gutes Ergebnis gehabt."

Saison 2019