Erster ADAC GT Masters-Pokal: Fabian Vettel Foto: ADAC GT Masters
Erster ADAC GT Masters-Pokal: Fabian Vettel Foto: ADAC GT Masters

Stimmen nach dem zweiten Rennen in Most

Reaktionen aus dem Fahrerlager nach dem Sonntagsrennen in Most 2019

Sieger und Platzierte über das zweite Rennen des ADAC GT Masters im Autodrom Most.

Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R), Gesamtrang 1: "Ich bin sehr happy. Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben. Der Start war ein ganz wichtiger Punkt im Rennen, denn der Lamborghini ist im zweiten und letzten Streckensektor sehr schnell. Dort hätte ich nur wenig ausrichten können. Ich hatte einen guten Start und habe den Windschatten an der Seite ausgenutzt, um an Franck Perera vorbeizuziehen. Es war nicht so einfach, ihn danach hinter mir zu halten. Ich musste ziemlich pushen, vor allem da er im letzten Sektor so schnell war. Wir hatten heute einen guten Boxenstopp, nachdem ich dort gestern einen Fehler gemacht habe. Und Markus hat danach den Vorsprung ins Ziel gebracht."

Markus Pommer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R), Gesamtrang 1: "Nachdem wir gestern viel Pech hatten, lief heute alles nach Plan. Das Qualifying lief bereits sehr gut und war die Grundvoraussetzung für den Sieg. Marvin hat gleich beim Start die Führung übernommen. Danach wurde es durch die Unterbrechung noch einmal spannend, da unser Vorsprung dahin war. Aber wir hatten eine gute Strategie, und ich bin mit einem großen Vorsprung auf die Strecke gefahren. Danach konnte ich den Sieg nach Hause fahren."

Rolf Ineichen (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo), Gesamtrang 2, Sieger Trophy-Wertung: "Auf Rang zwei liegend kam uns die Corvette jede Runde etwas näher. So war es natürlich schwer, denn die Corvettes sind auf der Geraden bekanntermaßen sehr stark. Am Ende des Rennens war zudem etwas Öl auf der Strecke. Doch leider konnte man mir über Funk nicht sofort sagen, wo genau es rutschig werden könnte und ich also etwas aufpassen müsste. Das hat uns viel Zeit gekostet. Letzten Endes konnten wir das Ergebnis aber heimfahren, das stimmt uns natürlich sehr glücklich. Wir hatten ein tolles Auto. Mit einer Wahnsinnsrunde im Qualifying hat Franck [Perera] definitiv den Grundstein für unser heutiges Podium gelegt."

Franck Perera (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo), Gesamtrang 2, Sieger Trophy-Wertung: "Wir wussten schon vor dem Start, dass wir früh Gas geben mussten, um unsere Position zu halten. Allerdings war die Corvette beim Start einfach zu schnell und hat mich schon auf der Mitte der Geraden überholt. In der ersten Kurve habe ich dann einen Schlag bekommen und musste über den Curb ausweichen. Es war nicht leicht für uns, trotzdem konnte ich mit einem wirklich tollen Auto die schnellste Rennrunde fahren und das Auto für Rolf in eine gute Position bringen, ohne die Reifen zu strapazieren. Rolf konnte das Ergebnis dann nach Hause fahren, was natürlich wieder eine tolle Leistung für das ganze Team ist und uns das Podium und einige Punkte bescherte."

David Jahn (RWT Racing, Corvette C7 GT3-R), Gesamtplatz 3: "Mein Start war eigentlich ganz gut, und ich bin in die erste Kurve eingebogen - doch plötzlich gab es einen harten Schlag. Ich glaube, von einem Audi. Ich habe danach gehofft, dass noch alles am Auto gerade ist. Ich habe ein, zwei Plätze verloren und kurze Zeit später noch hinten links einen Schlag bekommen. Ich stand dann ziemlich quer. Es war echt turbulent, aber danach hat es sich etwas beruhigt. Die Aktion mit Thomas Preining tut mir wirklich sehr leid. Ich hatte es vorher schon ein paarmal probiert, und er hat hart verteidigt. Ich habe nicht versucht, mich reinzudrücken, und bin nur ein paarmal daneben gefahren, ohne etwas mit der Brechstange zu versuchen. An der Stelle, wo es dann passiert ist, habe ich es vorher auch schon zweimal angedeutet. Er wusste also, dass ich da bin. Ich habe mich in der Runde dann daneben gebremst. Er ist dann leider etwas nach rechts gefahren. Ich war schon komplett auf dem Curb und konnte nirgendwo mehr hin. Leider ist er dann abgeflogen. Das war wirklich nicht meine Absicht. Wir kennen uns, wir schätzen uns und wir fahren zusammen Rennen. Wir respektieren uns sehr und tun das immer noch. Wir müssen es noch mal ausdiskutieren, wenn sich die Gemüter beruhigt haben."

Sven Barth (RWT Racing, Corvette C7 GT3-R), Gesamtplatz 3, Platz 2 Pirelli-Trophy-Wertung: "David hat mir ein wundervolles Auto übergeben. Ich war schneller als der BMW, hing aber hinter ihm fest. Als er zurückfiel, habe ich schnell den Lamborghini eingeholt. Rolf Ineichen hat dann einen guten Job gemacht. Er hat mir keine Chance gegeben vorbeizukommen."

Mike David Ortmann (BWT Mücke Motorsport, Audi R8 LMS) Gesamtrang 5, Sieger Pirelli-Junior-Wertung: "Das Rennen verlief für uns eigentlich ganz gut. Wir sind am Start gut durchgekommen, haben dann durch einige Überholmanöver ein paar Plätze gutgemacht. Dazu bin ich ein fehlerfreies Rennen gefahren, hatte ein schönes Überholmanöver in der ersten Kurve und habe letztendlich Platz eins bei den Junioren eingefahren. Ich denke, wir haben wichtige Punkte geholt, über den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung freue ich mich natürlich sehr. So kann es definitiv weitergehen."

Maximilian Götz (Mann-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3), Gesamtrang 6: "Das Wochenende lief nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Sowohl Indy als auch ich haben unsere Qualifyings nicht perfekt hinbekommen. Und die sind in dieser ausgeglichenen Meisterschaft der Schlüssel. Die Rennpace war sehr gut, also muss es unser Ziel sein, bei den nächsten Rennen weiter vorne loszufahren. Immerhin gab's zum vierten Mal im vierten Rennen gute Punkte für die Meisterschaft. Das Eichhörnchen lässt grüßen ..."

Fabian Vettel (Mann-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3), Gesamtplatz 7, Platz 2 Pirelli-Junior-Wertung: "Philip [Ellis] hat in seinem Stint einen super Job gemacht, konnte anfangs unsere Position halten und durch die Rangeleien im vorderen Feld sogar verbessern. Wir haben uns, soweit es ging, aus dem Gedränge rausgehalten, denn nach dem ersten Wochenende in Oschersleben, als alles schieflief, wollten wir erst einmal nur ankommen und ein paar Punkte sammeln. Nachdem ich übernommen hatte, fand ich nach einiger Zeit meinen Rhythmus, konnte ein gutes Rennen fahren. Alles in allem bin ich insbesondere nach dem enttäuschenden Wochenende in Oschersleben sehr, sehr positiv gestimmt."

Philip Ellis (Mann-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3), Gesamtplatz 7: "Wir sind im Rennen flott unterwegs, tun uns aber beim Überholen schwer. Wir können im Zug mitfahren und wären oft auch schneller, kommen aber nicht vorbei. Also müssen wir zwingend vorne losfahren. Startposition sieben heute war gut, auch wenn meine Quali-Runde nicht perfekt war. Ich bin das Rennen easy angegangen, habe versucht, mich aus dem Getümmel rauszuhalten und auf die Reifen aufzupassen. Leider sind wir bei der Anfahrt zum Pflichtstopp am Boxeneingang in einen kleinen Stau geraten, der mindestens eine Position gekostet hat. Fabi hat den siebten Rang und Platz zwei in der Junior-Wertung sicher nach Hause gefahren. Unser erstes Top-10-Ergebnis, das Auto war gut, unsere Rennpace auch - so können wir nach vorne schauen."

Jeffrey Schmidt (BWT Mücke Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtrang 9, Platz 3 Pirelli-Junior-Wertung: "Der Rennen war sehr turbulent. Unser Qualifying lief überhaupt nicht nach Plan, mit Platz 20 ist der Weg nach vorne doch sehr weit. Wir konnten uns aber gut nach vorne kämpfen, der Biss hat sich ausgezahlt. Das Junior-Podium ist zwar schön, natürlich wollen wir aber auf das Gesamtpodium. Heute war leider nicht mehr drin, deswegen heißt es für uns jetzt, nach vorne zu schauen."

Saison 2019