Podiumserfolg für Philip Ellis und Fabian Vettel Foto: ADAC GT Masters
Podiumserfolg für Philip Ellis und Fabian Vettel Foto: ADAC GT Masters

Stimmen nach dem zweiten Rennen in Zandvoort

Reaktionen aus dem Fahrerlager nach dem Sonntagsrennen in Zandvoort

Sieger und Platzierte über das zweite Rennen des ADAC GT Masters an der Nordseeküste.

Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtrang 1 und Sieger Pirelli-Junior-Wertung: "Mega! Ich musste drei Jahre darauf warten, ganz oben auf dem Podium zu stehen. Dies jetzt geschafft zu haben ist ein extrem tolles Gefühl. Ich bin einfach superhappy. Ich habe am Anfang so gut es ging gepusht, um mich etwas abzusetzen. Danach habe ich versucht, Reifen zu schonen. Max kam zwar am Ende etwas näher, aber auch er hatte dann seine Reifen aufgebraucht. Alles war top heute. Die einzige Schrecksekunde gab es nach dem Ziel, als ich gemerkt habe, dass der rechte Vorderreifen Luft verliert, aber das hat dann nichts mehr ausgemacht."

Dries Vanthoor (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtrang 1: "Das ADAC GT Masters ist weltweit eine der am härtesten umkämpften Meisterschaften. Wenn man hier ein Rennen gewinnen kann, ist das richtig schön. Beim Start sind die Positionen gleich geblieben, später war ich etwas schneller als der Führende Christopher Mies, weshalb ich zwei Runden länger gefahren bin. Das war der Schlüssel zum Sieg."

Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtrang 2: "Wir haben an der Box einen Anfängerfehler gemacht, indem wir als Führende zu früh zum Stopp reingekommen sind und den Verfolgern erlaubt haben, zwei freie Runden zu fahren. Für das Team ist das Ergebnis gut. Jeder kann aber verstehen, dass man extrem verärgert ist, wenn man die Pole-Position hatte, das Rennen angeführt hat und die schnellste Runde gefahren ist und dann nur Zweiter wird. Aber wir werden aus dem Fehler lernen."

Max Hofer (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtrang 2 und Platz 2 Pirelli-Junior-Wertung: "Ich habe volle Attacke gegeben, um noch den Anschluss an Ricardo zu schaffen. Ich habe dann aber gemerkt, dass die Lücke zu groß war, und habe mich darauf konzentriert, den Platz ins Ziel zu bringen. Die Teamleistung war aber insgesamt toll. Darauf können wir stolz sein."

Fabian Vettel (Mann-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3), Gesamtrang 3 und Platz 3 Pirelli-Junior-Wertung: "Die Saison hat bisher nicht ganz so funktioniert, wie wir es uns erhofft hatten, mit Pech und blöden Ausfällen. Jetzt hat es endlich geklappt. Am Anfang meines Stints konnte ich Max gut hinter mir halten. Aber auf einmal waren die beiden Land-Autos sehr schnell. Ich habe noch versucht, mich gegen Max zu verteidigen, aber dann gemerkt, dass ich die Pace nicht mitgehen kann. Danach habe ich versucht, die Reifen zu schonen. Wir sind superhappy, auf Platz drei ins Ziel gekommen zu sein."

Philip Ellis (Mann-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3), Gesamtrang 3: "Der gute Startplatz war die Basis für dieses Ergebnis. Weil das Qualifying einmal mit der Roten Flagge unterbrochen werden musste, hatte ich nur einen Versuch für eine schnelle Runde - und der hat zum Glück gesessen. Das Rennen selbst war für mich dann eher unspektakulär. Ich habe versucht, Druck auf die beiden führenden Audi auszuüben, aber die waren heute einfach zu schnell. Also habe ich mich bemüht, Rang 3 zu sichern und die Reifen für Fabian zu schonen. Und er hat den Podestplatz dann sicher nach Hause gefahren. Endlich mal ein Renntag, an dem alles geklappt hat. So darf es gerne weitergehen."

Rolf Ineichen (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo), Gesamtrang 4 und Sieger Pirelli-Trophy-Wertung: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen", so Ineichen. "Wir hatten heute ein sehr gutes Auto. Es hat alles gepasst. Ich war ziemlich unter Druck von Luca Stolz. Anfangs hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, den Rhythmus zu finden. Aber ab Mitte meines Stints ging es dann. Gegen Ende meines Stints wurde es noch mal ziemlich schwierig, da wir immer wieder Pick-up aufgelesen haben. Am Schluss konnte ich dann näher an Fabian Vettel heranfahren. Wenn ich das früher geschafft hätte, wäre eventuell noch ein Zweikampf drin gewesen."

Klaus Bachler (Küs Team75 Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Gesamtrang 10: "Unterm Strich ein sehr gutes Wochenende. Ein Riesendank ans Team, das Auto war wirklich extrem gut. Leider war das Qualifying ein bisschen chaotisch, wegen der Roten Flagge hatte die Hälfte aller Autos fünf Minuten vor Schluss noch keine Zeit gefahren. Es hat dann leicht genieselt und ich hatte einen kleinen Quersteher. Das Auto war definitiv gut genug, um unter die ersten drei zu fahren. Ich bin dann mit 20 Extra-Kilos und gebrauchten Reifen von Platz neun gestartet. Unser Ziel war vor allem zu punkten. Das haben wir geschafft. Ich freue mich auf den Nürburgring. Wenn das Auto auch dort den Speed hat, den wir hier hatten, können wir wieder zwei schöne Ergebnisse einfahren."

Timo Bernhard (Küs Team75 Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Gesamtrang 10: "Insgesamt ein positives Wochenende mit Platz zwei am Samstag und Rang zehn heute. Wir hatten nach dem Samstagsrennen 20 Kilogramm Platzierungsgewicht zuladen müssen, das haben wir im Rennen schon gemerkt. Das Auto war trotzdem sehr gut. Klaus hatte heute Morgen ein Top-Qualifying, ohne die Rote Flagge hätte er vielleicht sogar in die Top Drei fahren können, dann wäre es vielleicht noch mal ein anderes Rennen gewesen. Aber wichtig ist, dass beide Autos unbeschädigt sind und beide Autos Punkte gesammelt haben. Das hat mich auch für unsere Startnummer 18 gefreut, ein tolles Rennen. Nächste Woche geht es zum Nürburgring. Dort können wir wieder angreifen. Wir wissen, dass wir ein schnelles Auto und ein motiviertes Team haben."

Adrien De Leener (Küs Team75 Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Gesamtrang 15: "Das Qualifying lief heute morgen sehr gut, Matteo ist in die Top Ten gefahren. Leider sind wir dann wegen der Kollision gestern um zehn Plätze zurückversetzt worden und mussten von P20 starten. Matteo ist bis zum Stopp auf 17 vorgefahren, damit waren Punkte in Reichweite. Ich habe mich ein bisschen geärgert, dass ich einen Konkurrenten nicht hinter mir halten konnte, aber der war ehrlich gesagt einfach etwas schneller, zumal ich ein bisschen mit den Vorderreifen zu kämpfen hatte. Aber wir sind froh, dass wir zum ersten Mal in dieser Saison beide Autos in den Punkten haben. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Rennen einige gute Ergebnisse holen können."

Saison 2019