Wirth: der SLS hat sehr viel Potenzial Foto: Mercedes-Benz
Wirth: der SLS hat sehr viel Potenzial Foto: Mercedes-Benz

Wirth: der SLS hat sehr viel Potenzial

Andreas Wirth hatte beim 24-Stunden-Rennen von Dubai Gelegenheit, ausführliche Eindrücke mit dem neuen Mercedes-Benz SLS AMG GT3 zu sammeln.

Andreas Wirth zeigte sich nach seinem ersten Renneinsatz im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Heico Motorsport bei den 24 Stunden von Dubai begeistert. "Der SLS ist ein extrem tolles Auto", so der spontane Eindruck des ehemaligen Champ-Car-Piloten. Noch bevor der SLS beim ADAC GT Masters-Saisonauftakt am Osterwochenende in der Motorsport Arena Oschersleben seine Premiere in der "Liga der Traumsportwagen" feiert, bot sich für Wirth im Nahen Osten die Chance, den neuen GT3-Sportwagen aus Stuttgart ausführlich auszuprobieren. "Das Auto macht enorm viel Spaß. Viele Details sind sehr durchdacht. Man merkt gleich, dass das Auto ein sehr großes Potenzial hat. Wir sind bei den 24 Stunden natürlich mit einer Langstreckenversion gefahren und das Fahrwerk war so abgestimmt, dass alle fünf Fahrer damit gut zurechtkamen. Aber das Auto vermittelte auf Anhieb einen sehr guten Eindruck."

Im Team mit DTM-Rekordchampion Bernd Schneider, Christiaan Frankenhout, Lance-David Arnold und Brice Bosi fuhr Wirth in Dubai auf Rang sieben. "Im Rennen wurden wir leider etwas unter Wert geschlagen. Es gab einige kleinere Zwischenfälle, wir hatten etwas Pech. Ein Platz auf dem Podium wäre sicherlich möglich gewesen."

Eingewöhnungsschwierigkeiten mit dem Flügeltürer hatte Wirth, der im ADAC GT Masters in einem BMW-Alpina B6 bisher zu drei Siegen fuhr, keine: "Das Auto ist durch die andere Gewichtverteilung und den Saugmotor etwas anders zu fahren, aber das hat man schnell drin. Ungewohnt ist anfangs nur die große Carbonschale, in der man als Fahrer sitzt. AMG hat sich viel Gedanken über die Sicherheit gemacht."

Nicht nur das Auto, sondern auch das Team Heico Motorsport, das in der kommenden Saison im ADAC GT Masters drei SLS einsetzen wird, hinterließ bei Wirth einen guten Eindruck: "Das Team ist nur dem Namen nach neu, dahinter verbirgt sich eine hochprofessionelle Gruppe von Leuten mit extrem viel Erfahrung im Motorsport. Von Teambesitzer, über den Teammanager, die Ingenieure bis hin zu den Mechanikern sind alles sehr gute und extrem erfahrene Leute."

Startet Wirth für das Mercedes-Team auch 2011 im ADAC GT Masters? "Das muss ich erst abwarten. Es ist noch alles offen und nichts spruchreif. Momentan verhandele ich noch mit meinen Sponsoren und habe auch noch einige andere Optionen. Eines habe ich allerdings in Dubai gelernt: Ein Team wie Heico Motorsport möchte ich in diesem Jahr nur ungern als Gegner haben."

Saison 2020